Sonniger November im Siebengebirge

Was tun, wenn am Samstagmorgen die Sonne lacht und das Zeitfenster wegen einer Verabredung am Nachmittag nur eine kurze Wanderung zulässt? Es geht ins nahe gelegene Siebengebirge und zwar auf eine Runde, welche ich in den verschiedensten Variationen bereits erkundet habe. Das Kloster Heisterbach liegt nicht mal 6 km Luftlinie von meinem Zuhause entfernt und wird somit Startpunkt der Tour sein.

ChorruineNoch ist keine Wolke am Himmel zu sehen, doch wer weiß, wie lange das heute noch so bleibt? Also geht es zuerst zum Kloster um ein paar Bilder einzufangen.

Die Chorruine liegt Morgens um 10 Uhr allerdings noch im Schatten, also muss die HDR-Funktion der Cam herhalten.

Die Magnolie, die im Frühling ihre ersten Knospen zeigte hat fast all ihr Laub abgeworfen, andere Bäume erstrahlen dafür in herrlich bunten Herbstfarben.

In der Klosteranlage

Von hier folge ich dem Rheinsteig in Auf dem RheinsteigRichtung Petersberg. Allerdings liegt die Strecke am Vormittag noch im Schatten und nur vereinzelt setzt die Sonne kleine Lichtpunkte auf den Weg.

Da das Höhenprofil nur eine Richtung kennt – und zwar hinauf – besteht allerdings nicht die Gefahr abzukühlen und so wird mir schnell warm🙂

Eine halbe Stunde später habe ich die Terrasse des Hotels erreicht und kann mich kaum satt sehen. Was für eine Fernsicht heute.

Fernsicht vom Petersberg

Drachenburg und RolandsbogenVon hier hab ich eine geniale Sicht auf mein Zuhause und das Drachenfelser Ländchen als auch den Rodderberg.

Von Bonn ist hier zwar weniger zu erkennen, hinter der Drachenburg kann ich sogar den Rolandsbogen auf der anderen Rheinseite ausmachen.
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Durch die Stürme vor 2 Wochen war Es ist wieder buntdas schöne gelbe Laub weg, doch mittlerweile ist wieder einiges an buntem Laub dazu gekommen und so bieten sich wieder herrliche Kontraste bei dem sonnigen Wetter. Eine Wohltat nach dem Mistwetter der vergangenen Woche…

Vorbei an dem imposanten Hotel und der kleinen Kapelle geht es weiter auf dem Rheinsteig hinab. Der Weg liegt in der Sonne und das Laub raschelt unter meinen Füßen.

An der Mondscheinwiese verlasse ich den Rheinsteig und folge dem Rheinhöhenweg zum Nonnenstromberg.

Die Mondscheinwiese

Wirkt wie eine Burg: der StenzelbergIn einigen Kehren führt der Pfad hinauf, an einem riesigen Steinmanderl vorbei und auf dem Grat zu einer Bank.

Nun geht es wieder hinab und rechts erkenne ich durch das fehlende Laub den Stenzelberg. Von diesem Blickwinkel wirkt er wie eine riesige Burganlage. Eigentlich noch imposanter als wenn man direkt davor steht.

Das Einkehrhaus

Der Pfad führt mich zum Einkehrhaus Waidmannsruh und ein Blick auf die Uhr erlaubt mir eine Kaffeepause auf der sonnigen Terrasse.

Mein nächstes Ziel ist die Burgruine Rosenau. Diese steure ich allerdings nicht auf dem direkten Weg, sondern von unten an.

Blick hinabNach einem kurzen Asphaltabschnitt geht es links wieder in den Wald hinein. Wenige hundert Meter weiter gibt es einen Pfad der quasi die „Direttissima“ zur Rosenau ist: kurz & steil!

Rauf ist der Pfad jedenfalls deutlich einfacher zu bewerkstelligen als hinunter, was ich in der Vergangenheit auch schon probiert habe😉

Oben angekommen gibt es zwar nicht die Wahnsinnsaussicht, jedoch einen guten Blick auf den Ölberg, ins Rheintal und auf Bad Godesberg auf der anderen Seite.

Aussicht von der Ruine Rosenau

Am Stenzelberg

Dann geht es wieder in Richtung Einkehrhaus um den Stenzelberg anzusteuern.

Mein Lieblingspfad führt über den sonnigen Bereich, der einen tollen Blick auf diese imposanten Felswände des stillgelegten Steinbruchs bietet.

Für sonnige Fotos muss ich einen Moment abwarten, bis sich die Sonne zwischen den Wolken ihren Weg bahnen kann.

Blick zurück

Über einen Pfad geht es dann in Richtung Parkplatz und Weilberg, meinem nächsten Ziel.

WeilbergVorbei an den ersten Felsformationen, die wohl mal zum alten Steinbruch geführt haben steure ich die obere Terrasse an.

(Hier ein interessanter Beitrag der Lokalzeit zu den Freilegungsarbeiten im Oktober dazu).

Eine Bank liegt in der Sonne und so nutze ich den Moment um meinen mitgebrachten Tee zu trinken.

Von hier ist es nicht mehr weit bis zumWolkenspiele am Weiher Kloster und das letzte Stück geht es über einen Forstweg weiter.

Am Weiher lichte ich noch ein paar Wolkenspiele ab, die mir nach der 3,5 stündigen Tour noch ein paar sonnige Eindrücke bieten.

Mein Fazit

Der 9,3 km lange Rundweg bietet einen schönen Ausgleich zwischen Wegen und Pfaden (je ca. 50% der Strecke) und grade mal 0,6 km Asphaltabschnitte. Die Aussicht vom Petersberg ist einfach toll und wer früh genug unterwegs ist kann diese auch allein genießen.

Besonders hat mich der derzeitig fast laubfreie Blick vom Nonnenstromberg auf den Stenzelberg beeindruckt. Im Sommer bleibt dieser Blick einfach verborgen.

Wenn man vom Kloster aus startet bietet sich das Einkehrhaus in der Mitte der Strecke für eine Rast an. Ein weiterer Startpunkt für die Tour wäre der Parkplatz „Im Mantel“ an der L 268. Die Auffahrt zum Petersberg ist am Wochenende gebührenpflichtig.

Hier der GPS-Track der Tour.

Im Siebengebirge lassen sich alle möglichen Variationen erkunden. Hier eine Auswahl von Touren:

  • Ein Hauch von Frühling: Kloster Heisterbach – Weilberg – Stenzelberg – Nonnenstromberg – Petersberg – Oberdollendorf und Weinberge – 11,3 km / 361 hm
  • Über verborgene Pfade auf 7 Gipfel durch das Siebengebirge: Rhöndorf – Drachenfels – Schallenberg – Geisberg – Jungfernhard – Löwenburg – kleiner und großer Breiberg – 14 km / 600 hm
  • November 2012: Rhöndorf – Tretschbachtal – Löwenburg – Ölender – Breiberg – 12,7 km / 470 hm
  • November 2012: Großer Ölberg – Geisberg – Jungfernhardt – Trenkeberg – Margarethenhöhe – 9,5 km – 408 hm
  • Mit Xerxes im Siebengebirge: Rhöndorf – Jungfernhardt – Milchhäuschen – Drachenfels – 10 km / 348 hm

Hier die Fotos der Wanderung:

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Über Angelica Hocke

Wandern | Bloggen | Outdoor | Reisen | In meinem Blog gibt es Berichte zu Touren mit und ohne GPS, Tipps zu Equipment, Tourenplanung, News und allem rund ums Wandern in NRW & Rheinland-Pfalz ebenso Reiseberichte zu den schönsten Wanderregionen. Du findest mich auch auf Facebook, Google+ und bei Twitter
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18 Antworten zu Sonniger November im Siebengebirge

  1. mwhikingtrail schreibt:

    Ich mag es ab und an auch direkt vor der Tür in den Wald zu gehen und deine farbenfrohen Bilder sind sehr gut gelungen. Der Herbst gehört mit zu den schönsten Wanderzeiten.😉 Wünsch dir was. LG Micha

  2. Sascha schreibt:

    Hallo Angelica,
    wirklich schön die Bilder, ich glaube ich sollte das 7gebirge bei meinen nächsten Touren mal in Betracht ziehen. Habe mir jedenfalls den GPS Track schonmal gezogen, Vielleicht haben wir ja noch mal etwas Glück mit dem Wetter in den nächsten Tagen. Eigentlich schade das ich als alter „Bonner“ aufgrund meiner jetzigen Nähe zur A1 und 61 eher zur Eifel tendiere, während das 7gebirge so nah ist. Wie gut das du uns mit deinen tollen Berichten immer wieder zeigst, wie schön es doch bei uns ist. Dafür mal ein Dankeschön von mir.
    Grüße aus Weilerswist
    Sascha

    • Angelica Hocke schreibt:

      Hallo Sascha
      Geht mir doch oft genauso und es zieht einen woanders hin.
      Andererseits ist das Siebengebirge für mich oft nach der Arbeit innerhalb der Woche (wegen der Zeit dann zwar eher im Sommer) Anlaufpunkt oder wenns am Wochenende mit der Zeit knapp wird. Allerdings schaffe ich es nicht immer einen passenden Bericht dazu zu machen.
      Danke für den netten Kommentar und ganz liebe Grüße
      Angelica

  3. Alexander Wolf schreibt:

    Klasse Farben und im Herbst hat man doch einfach die schönste Fernsicht.

  4. Viviane schreibt:

    Liebe Angelica,
    da hast Du ja wirklich wieder sehr, sehr schöne Bilder gemacht.
    Ich bin nicht so der Winter-Fan, was ich aber klasse finde, sind die dann besseren Fernblicke – Du hast es ja hier auch schon angedeutet. Ja, ich weiß, es ist noch kein Winter, aber viele Bäume sind doch schon recht kahl. Im Großen und Ganzen kenne ich Deine Runde und es ist immer wieder interessant, wie unterschiedlich die Landschaft in den verschiedenen Jahreszeiten und bei unterschiedlichem Wetter wirkt.
    Viele Grüße, Viviane

    • Angelica Hocke schreibt:

      Hallo Viviane
      Ist ja fast die Tour 3 aus der Wanderfibel, die ich im Frühjahr gemacht habe, nur etwas abgekürzt und mit der Rosenau dazu.
      Wenn man sich die Bilder aus dem Frühjahr ansieht, wirken manche Abschnitte so ganz anders, daher zieht es mich auch immer wieder zu verschiedenen Jahreszeiten ins Siebengebirge.
      Die „Burg Stenzelberg“ ist mir durch die andere Laufrichtung im Frühjahr allerdings verborgen geblieben.
      Danke fürs Lob zu den Bildern und ganz liebe Grüße
      Angelica

  5. Carmen schreibt:

    Das ist eine meiner liebsten Touren im Siebengebirge!

  6. Polarfuchs schreibt:

    Hallo Angelica,
    ich bin in der letzten Zeit wenig dazugekommen, bei dir herumzustöbern, aber mir fällt auf: deine Fotos werden immer besser😉
    Leider sind deine Wanderungen meist sooo weit weg und nicht bei mir um die Ecke – bin da eher der Schwarzwald~, Odenwald~ und Pfalzwanderer, wenn es mal am Wochenende Gassi geht, aber ich lese ja so gerne Reiseberichte aller Art. Ist ja auch schon ein Vergnügen.
    Dafür bin ich letzte Woche einen Teil des Alpe-Adria-Trails entlanggetrippelt🙂
    Herzliche Grüße, momentan aus Wien,
    Dirk

    • Angelica Hocke schreibt:

      Hallo Dirk
      Wo „WandernBonn“ draufsteht, ist auch „WandernBonn“ drin:mrgreen:
      Dieses Jahr hab ich es für Kurzurlaube tatsächlich nur einmal in den Schwarzwald und die Pfalz geschafft. Gibt halt noch so vieles anderes, was entdeckt werden will und Alpe-Adria-Trail klingt irgendwie auch verlockend…
      Danke für das nette Kompliment zu den Fotos. Also viel Spaß weiterhin beim „sattsehen“😉
      Viele Grüße Angelica

  7. Markus schreibt:

    Hallo Angelica, sind heute diese Tour gegangen, kann nur sagen: grossartig, tolle Wege und viel zu sehen am Wegesrand, hast du gut gemacht !

  8. Pingback: 3 Jahre WandernBonn – Bloggeburtstag & Verlosung | WandernBonn.de

  9. Franziska und Thomas schreibt:

    Hallo Angelica,
    wir sind die Route am Samstag (01.11.14) nachgelaufen und haben uns sehr über die vielen kleinen Pfade abseits der großen Wege gefreut. Besonders die Felsen waren in der Abendsonne ein toller (und überraschender) Anblick!
    Besten Dank!

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