Hüttenwanderung auf dem Meraner Höhenweg – Teil 2

Im ersten Teil habe ich von meinem Start ab Dorf Tirol/Bergstation Hochmuth bis zur Stettiner Hütte berichtet. Hier nun Teil 2, ein paar Informationen, Tipps und mein Fazit zu der Strecke

Tag 5 – Stettiner Hütte bis Christlhof
26 km – 356hm/2.081hm – 7,75 Stunden Gehzeit

Stettiner HütteStrahlender Sonnenschein begrüßt uns am Morgen und für eine Alpenhütte relativ spät gab es erst um 7:00 Uhr Frühstück. Die Auswahl hier jedoch fast besser, als in anderen Unterkünften meiner bisherigen Tour.

Noch ist es kühl, aber da der Weg hinab in der Sonne liegt entscheide ich mich auch heute für kurze Hosen und mache mit gegen 8:00 Uhr auf den Weg hinab.

Achtung! Die Stettiner Hütte wurde bei einem Lawinenabgang im Februar 2014 größtenteils zerstört. Ob und wann man dort wieder übernachten kann, erfragt Ihr am besten bei den Touristikern vor Ort.

Die ersten Meter geht es noch ohne SchneeHier geht es hinab doch dann folgen wieder Schneefelder.

Nicht ganz so viele wie beim Aufstieg auf der Westseite, aber bergab muss ich schon ein wenig aufpassen.

Dann bekomme ich den ersten Blick ins Pfelderer Tal wohin mich der Weg noch führen wird.
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Das AugeDoch rechts in einem Kessel blickt mich ein Auge an: ein türkisblauer See, der noch von Schnee eingerahmt ist und dessen Farbe dadurch noch intensiver leuchtet. So oder so ähnlich sieht es vermutlich an den Spronser Seen aus.

Ein Trailrunner mit Hund kommt mir entgegen, der sich offensichtlich bereits früh an den Aufstieg gemacht hat.

Serpentinen führen hinunter

Je tiefer ich hinab komme, um so grüner und bunter wird die Landschaft und ich erkenne von hier oben die Kehren und Wege, die mich die nächsten 1.000hm bis zur ersten Alm hinabführen werden.

Immer wieder bleibe ich stehen um diese Aussicht zu genießen und Fotos von den wunderschönen, fast kitschig wirkenden Alpenrosen zu machen.

Alpenrosen und der Blick ins Tal

Lazinser AlmWeiter unten sehe ich Murmeltiere und höre die Glocken der Kühe, die im gesamten Tal und an den Hängen friedlich grasen. Einige turnen munter umher und scheinen nachlaufen zu spielen. Glückliche Viecher 😉

2,5 Stunden später treffe ich an der Lazinser Alm ein. Ich ergattre einen Platz im Schatten und ziehe die Schuhe aus. Das kurze und kühle Gras verleitet mich dazu meine Füße dort ein wenig abzukühlen. Tut das gut. Hier treffe ich auch wieder andere Wanderer, die ebenfalls oben an der Hütte gestartet sind.

Auf der Brücke kommen mir zwei KälberEin mächtiger Strom entgegen und nun führt ein breiter Schotterweg durch das Tal, links von dem Pfeldererbach gesäumt, der später laut tosend in kaskadenartigen Wasserfällen hinabströmt.

Irgendwo in Lazins folge ich dann einfach dem Weg Nr. 8 nach Pfelders. Statt über die Pfade des Höhenwegs gelange ich so über schattige Schotterwege hinab in das Dorf.

Blondes Gespann2 Kutschen mit Haflingern bespannt fahren Besucher von Pfelders nach Lazins und bei einer Leerfahrt zurück traben sie mit wehenden Mähnen flott an mir vorbei.

In Pfelders mache ich eine Rast und überlege anhand der Karte, wie und wohin ich heute noch gehen werde. Bisher hab ich das Bergabgehen ohne Probleme überstanden, wobei die Stöcke sehr hilfreich waren.

Hinter Pfelders sieht man rechts eineDas Heu wird geerntet Liftanlage, die offensichtlich im Winter die Skifahrer hinauf bringt. Jetzt im Sommer mutet diese moderne Anlage seltsam an.

Doch beim Blick nach links auf einen Hang entdecke ich wieder Ursprüngliches. Vier  Bauern sind mit Harken an der steilabfallenden Wiese zugange und rechen das Heu zusammen um es in dicken Ballen einfach den Hang hinab zu befördern.

Auf der BrückeAb hier wird der Weg auch wieder pfadig. Links die Felsen und rechts ein Fluss der bei den Temperaturen zum baden oder einer Abkühlung einlädt. Leider ist durch die Kühe die hier weiden entlang des Flusses alles eingezäunt, so das ich nicht bis ans Wasser gelangen kann.

Wenig später ist das Café Bergkristall erreicht und von hier führt ein etwas seltsamer und nicht wirklich schöner Abschnitt steil neben einer holzbeplankten Rodelbahn hinab. Das geht mächtig in die Knie und bis nach Innerhütt gibt es auch fast nur noch Forstwege.

Nach der Rodelbahn öffnet sich der Blick ins Tal

Am Gasthof Innerhütt treffe ich gegen 14:00 Uhr wieder auf bekannte Gesichter und lasse mich dort noch einmal nieder. 14km und fast 1.500 hm liegen bereits hinter uns. Ein paar der Wanderer beschließen die restlichen 9km bis zum Christlhof zu laufen, was laut Karte durchaus machbar scheint. Ich biete mich an dort anzurufen und wähle die Nummer, die im Buch angegeben ist. Aber irgendwas läuft schief: die Nummer stimmt nicht und ich lande im Gasthof Innerhütt, wo ich selber grad sitze 😉 Lange Rede, kurzer Sinn: ich bekomme die richtige Nummer und ich melde einige von uns für den Unterchristlhof an.

Von Innerhütt geht es zunächst berganPfad durch den Wald und dann über einen herrlichen Pfad durch einen angenehm schattigen Waldabschnitt.

Einige andere habe ich mittlerweile überholt und bin etwas träumend unterwegs und sehe vor mir einen wunderschönen Pfad, dem ich folge.

Farne links und rechts, das Tal öffnet sich und bietet einen Wahnsinnsblick in ein uriges Gelände. Ich weiß zwar, das der Weg eine Art Kehre macht und sehe auf der dem Fluss gegenüberliegenden Seite auch einen Pfad, entdecke aber keine anderen Wanderer dort. Hmm… Vielleicht waren die flotter und sind schon weiter?

Das ungeplante urige Tal

Ein Blick aufs Navi zeigt mir das ich viel zu weit gegangen bin und wieder zurück müsste. Aber den Weg einfach zurück zu gehen mag ich auch nicht, also versuche ich über den Fluss zu gelangen, was aufgrund der weit auseinanderliegenden Steine für mich nicht ohne Risiko machbar ist. Also gehe ich am Fluss hinab und finde später auch die Brücke, um dem Höhenweg wieder zu folgen.

Der Rafflhof - liebevoll dekoriertEs geht noch ein Stück recht nett durch den Wald doch zwischendurch immer wieder Schotterwege und langsam spüre ich auch die Kilometer und vor allem die Höhenmeter in den Knien.

Als ich Ulfas erreiche geht es ein langes Stück über Asphalt die Kehren hinab, bis ich den Rafflhof erreiche und an Eseln vorbei wieder auf Pfade gelange.

Doch auch danach wieder ForstwegeBlick Richtung Stuls in die Stubaier Alpen bis ich die beiden Stuttgarter einhole. Der Nellingerweg wird später nochmal brutal steil und erinnert eher an ein Bachbett als an einen Weg.

Man weiß schon gar nicht mehr, wie man den Weg hinab gehen soll und den  späteren Asphaltabschnitt hinunter bis zum Christlhof gehen wir sogar rückwärts :mrgreen: (funktioniert tatsächlich und entlastet die Knie)

Nach fast 8 Stunden Gehzeit treffen wir um kurz vor sechs dort ein. Jetzt ist erst mal eine Dusche fällig. Als ich den Fön dort im Bad sehe, freue ich mich wie ein kleines Kind. Nach 3 Tagen wieder die Chance die Haare zu waschen. Jippie!

Track Etappe 5 bei GPsies

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Tag 6 – Christlhof bis Gasthaus Brunner
15,3 km  – 711hm/748hm – 5,5 Stunden Gehzeit

Die Stube im ChristlhofDas Frühstück in der wunderschönen alten mit Holz ausgekleideten Gaststube schmeckt hervorragend und gegen halb Neun mache ich mich auf den Weg.

Trotz der vergangenen 2 recht heftigen Etappen fühle ich mich fit und habe glücklicherweise auch keine Probleme mit den Knien. Das ich auf dieser Etappe etwas mehr Asphalt unter die Sohlen bekommen werde, war mir durch das Buch und andere Berichte bekannt.

Doch schon 1km später zweigt ein PfadDie Kastanien blühen von der Straße ab und bietet immer wieder schöne Blicke ins Passeiertal und auf St. Martin im Tal hinab.

Wiesenpfade führen an mächtig blühenden Kastanienbäumen vorbei und trotz Kehren und Wendungen die der Weg macht, hat man kaum das Gefühl weiter zu kommen, denn immer wieder bietet sich der fast selbe Blick ins Tal.

Pfade führen einen zunächst mit den Blick ins Tal und dann steil hinab ins Kalmtal, den tiefsten Punkt des Meraner Höhenweges auf 838m.

Blick ins Kalmtal

Ein schattiger Weg führt nach Magdfeld

Mächtig fließt dieser Bach den Berg hinunter und abermals hab ich den Wunsch hier ein kurzes Bad zu nehmen.

Doch was hinab führt, geht später auch unweigerlich wieder rauf und so werden auf den nächsten Kilometern gut 350hm überwunden. Der Aufstieg nach Magdfeld liegt immerhin im Schatten und nach einem letzten Stück Asphalt die Straße hinauf ist gegen Mittag der Berggasthof erreicht.

Ein schattiges Plätzchen auf der TerrasseErfrischend ist schnell gefunden und ich bestelle Käse-Schinken-Toast und Joghurt mit Früchten.

Nebenan ein Kinderstreichelzoo mit Ponys, Ziegen und Schweinen. Wie bei den meisten Pausen bin ich mal wieder barfuß unterwegs und füttre die Kaninchen mit frisch gezupftem Gras & ein paar Kleeblättern.

Pfad hinabNach der Pause erquicken wieder schmale Pfade die Geister und an einigen Stellen geht es extrem steil bergab. Diese Stellen sind auch gesichert, jedoch nicht so dekorativ wie bisher gewohnt mit schönen Holzgeländern sondern mit Gitterzäunen.

Dann geht es urig durch den Wald und immer wieder auf und ab. Ein herrlicher Abschnitt und später gibt es auch wieder die dekorativen Holzgeländer am Weg.

Herrliches Passeiertal

Nach dem langen Pfadabschnitt folgt eine ähnlich lange Etappe über eine Asphaltstraße hinauf.

Dann folgt die spannendste Passage der EtappeAm Hans-Pircher-Weg entlang des Hans-Pircher-Wegs, welcher an Felsen und mit Ketten gesichert durch ein wildromantisches Tal führt.

Ich entdecke eine Smaragdeidechse, schaffe es aber nicht ein scharfes Bild davon einzufangen. Egal, das Bild des bunten Tieres, das sich flux wieder versteckt, ist in meinem Kopf gesichert. Immerhin bekomme ich ein paar normale Eidechsen auf Pixel gebannt.

Die alte SägemühleBis zum Gasthaus Brunner führt nach der Talbrücke ein Waldweg hinauf und durch die alte Sägemühle hindurch.

Auf der Terrasse laden Liegestühle zum verweilen ein und im Bettenlager, das relativ neu und mit gemütlichen Kabinen angelegt ist bekomme ich ein Bett.

Schnell wasche ich ein T-Shirt durch, springe unter die Dusche und mache es mir auf der Sonnenterrasse gemütlich.

Blick vom Gasthaus Brunner auf die gegenüberliegende Seite

Am Abend kommen 2 junge Mädchen hier an, die an dem Tag die komplette Etappe von der Stettiner Hütte bis hierhin gegangen sind!!! 😯

Auch wenn die Mädels aus den Alpen kommen und solche Touren gewohnt sind, ist das eine beachtliche Leistung. Unglaublich… (wobei beide zugeben mussten, dass es mit dem Genuss am Ende der Tour nicht weit hergeholt war)

Track Etappe 6 bei GPSies

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Tag 7 – Gasthaus Brunner bis Bergstation Hochmuth
8,75km – 596hm/347hm – 3,5 Stunden Gehzeit

Der letzte Tag brach an und das letzte Stück wollte ich bewusst für mich alleine gehen. So schön es war, unterwegs mal mit anderen ein Stück zu gehen, wollte ich den letzten Abschnitt ganz für mich allein genießen. So verabschiedete ich mich von den Stuttgartern, die die letzten Tage auf kurzen Abschnitten Weggefährten waren und ließ sie ziehen.

Noch vor dem Frühstück konnte ich vom Balkon auf die Hochebene blicken. Die schräg stehende Sonne tauchte diese weiten Wiesen und Höfe in ein unglaubliches Licht.

Landschaft zum staunen

Wie gemalt sah diese Landschaft aus und hat mir die letzten Tage genau das beschert was ich gesucht habe: eine idyllische und teils ursprüngliche Region, viele Bergwiesen mit einer unglaublichen Blütenvielfalt und immer wieder Almen und Hütten. Der Weg im stetigen Wechsel zwischen Weitblicken und urigen Waldabschnitten. Ich konnte mich gar nicht losreißen und der Blick von der Terrasse auf die Hänge und Bergwiesen oberhalb von Saltaus und die zum Teil schneebedeckten Gipfel waren für mich der Inbegriff von den Alpen, so wie ich sie mir vorstelle.

WaldweidenröschenErst gegen kurz nach Neun mache ich mich auf und schultere ein letztes Mal den schweren Rucksack, der mir heute irgendwie leichter vorkam.

Nur ein kurzes Stück Asphalt schon führt ein Pfad hinab und bietet mir neben dem Ausblick ins Passeiertal die zarten Blüten der Waldweidenröschen als bunten Farbklecks.

Ich kann bereits den Gantkofel, diese mächtige Felsnase, die zwischen Meran und Bozen im Etschtal liegt, in der Ferne ausmachen. Nach einem kurzen Waldabschnitt folgen Wiesenpfade und auf einmal öffnet sich der Blick in den Meraner Kessel und bietet einen wunderschönen Rundumblick.

Panorama

Auf schmalen Pfaden werde ich zum LongfallhofBlick zurück durch den Wald geführt und treffe hier das sympathische Berliner Paar, welches Mittwoch ebenfalls im Untervernatschhof übernachtet hat.

Beide wollten ab Pfelders über die Spronser Seen gehen und waren sich zu dem Zeitpunkt nicht ganz sicher, ob und wie das mit den derzeitigen Schneeverhältnissen dort oben klappen würde. Sie berichten von einer erfolgreichen Tour und nach einem kurzen Gespräch verabschieden wir uns und jeder zieht seines Weges.

Am LongfallhofDer Longfallhof liegt recht schön in dem Tal und so mache ich eine Rast bei einem Latte Macchiatto. Ein Blick auf die Karte und die Informationen im Buch verraten mir, das es später nochmal ordentlich bergauf geht.

Es ist Mittagszeit und nun ist auch zu merken, das die „Seilbahn-Tagestouristen“ unterwegs sind, denn die vorher fast leere Terrasse füllt sich immer mehr. So mache ich mich auf um zunächst durch das Tal zu streifen und dann den Anstieg in Angriff zu nehmen.

Der Weg schraubt sich empor

Der Aufstieg zu den Muthöfen führt über große Steine und Felsabschnitte die zum größten Teil mit Seilen gesichert sind.

Ich verlasse mich auf meine Stöcke und gewinne in langsamen aber stetigem Tempo schnell an Höhe.

Der Weg scheint kein Ende zu nehmen aber irgendwann ist es geschafft und ich habe wieder Wiesenpfade unter den Sohlen.

Das Ziel in SichtweiteZum Talbauern geht’s ein Stück bergab und als ich um die Kurve komme kann ich einen ersten Blick auf Hochmuth werfen. In dem Moment bekomme ich eine Gänsehaut und kann es gar nicht fassen, es bald geschafft zu haben.

Doch der letzte Abschnitt wird noch einmal zu einer Herausforderung. Die Sonne brennt unbarmherzig und durch eine Baustelle unterhalb der Seilbahn wird der Weg noch deutlich verlängert. Ich nutze jede Chance auf Schatten und als der letzte Abschnitt kurz vor der Seilbahn in die Höhe führt, kommen mir jede Menge Spaziergänger entgegen. Ich lasse einige durch, bis sich oben eine Lücke bildet. Mit vermutlich hochrotem Kopf kraxel ich die letzten Meter hinauf und eine Frau die mir entgegen kommt sagt, ohne sich der Bedeutung der Worte bewusst zu sein: „Sie haben es bald geschafft“.

Als ich oben bin werde ich von meinenIch hab´s geschafft! Emotionen erfasst. Mir laufen die Tränen vor Freude und ich habe am ganzen Körper eine Gänsehaut. Ich lasse es geschehen und genieße diesen einmaligen Augenblick. Ich habe es geschafft!

Später wische ich ein paar Tränen weg und frage ein Ehepaar ob sie freundlicherweise ein Bild von mir machen können. Der Mann bittet mich noch, doch ein wenig zu lächeln und so bekomme ich das grade noch so hin 😉

Auch wenn es kein Gipfel, keine Hochtour, keine Erstbesteigung war. Für mich war und ist dieser Moment (auch jetzt noch) etwas ganz besonderes und ich kann kaum in Worte fassen, was es für mich bedeutet. Es war mein Weg und ich bin ihn gegangen. Es war anstrengend, es war wunderschön und er wird mir immer in Erinnerung bleiben.

Track Etappe 7 bei GPSies

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Mein Fazit:

Diese Woche auf dem Meraner Höhenweg war voller Eindrücke und ich kann den Weg jedem ans Herz legen. Macht es einfach. Grade als Mittelgebirgswanderer, der weniger Ambitionen auf Gipfel hat, schwindelfrei und trittsicher ist, vielleicht auch erst einmal ausprobieren will, ob das Wandern von Hütte zu Hütte mit Rucksack was für ihn ist, findet hier alles was das Wanderherz begehrt.

Meraner HöhenwegAn Abwechslung mangelt es dem Weg wahrlich nicht und bis auf ein paar Forstwege im Nordteil oder die Asphaltabschnitte im Ostteil geht es fast ausschließlich über schmale Waldpfade, felsige Abschnitte oder naturbelassene Wiesenwege.

Aber wirklich langweilig waren auch die „festen Wege“ nicht, so boten sie doch größtenteils tolle Weitsicht in diese wunderschöne Südtiroler Gebirgslandschaft.

Es gibt immer wieder Abschnitte die anFlockenblume heimische Gefilde erinnern, sei es die Eifel mit dem Wacholder Heiden, der Westerwald mit den bemoosten Felsen, die Pfalz mit ihren weichen Kiefernpfaden oder die schroffen Felspfade an der Ahr.

Auch die Fauna & Flora ist dem in unseren Breiten recht ähnlich und bis auf Enzian oder die Alpenrosen, blüht dort viel was auch bei uns im Rheinland zu finden ist.

Jetzt im Juli, die Zeit in der die Bergwiesen gemäht werden, duftet es natürlich herrlich nach frischem Wiesenheu und es ist ein Genuss durch die bunten Wiesen zu streifen. Ich kann mir aber auch vorstellen, das der Hochsommer noch so einiges an wunderschönen Eindrücken zu bieten hat.

Übersicht der Etappen und Unterkünfte

Übersicht der Etappen und Unterkünfte

Tipps & Infos:

Unterkünfte:

Zugegeben, so eine richtige „Hüttentour“ in den Alpen ist schon deutlich karger, aber durch die Bettenlager hat man immerhin ansatzweise ein Gefühl davon. Wobei ich mit soviel Luxus (Fön, z.T. gemachte Betten) gar nicht gerechnet habe. Aber getreu dem Motto: „Erwarte nicht zuviel, dann wirst Du auch nicht enttäuscht“ kann man sich so über die kleinen Dinge freuen. Es gibt allerdings auch Unterkünfte (Pirchhof) wo z.B. die Toilette für die Lager 3 Etagen tiefer liegt (gut wer Nachts nicht raus muss) oder es nur kaltes Wasser gibt (Stettiner Hütte).

Bettenlager HochganghausDas ich vorab nicht gebucht hatte, machte meine Etappeneinteilung natürlich spontan, auch wenn ich jetzt im Nachhinein manche Etappen vielleicht anders planen würde. Immerhin vermittelte mir dies ein großes Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit und genau darum ging es mir bei der Tour.

In größeren Gruppen allerdings macht Vorbestellen auf jeden Fall Sinn. Allein und Anfang Juli war es derzeit jedoch kein Problem eine Unterkunft zu finden, wobei es sich ja nicht (bis auf die Stettiner Hütte) um Hütten handelt, die einen aufnehmen müssen.

Im Hochganghaus, im Pirchhof und auf der Stettiner Hütte ist in den Bettenlagern allerdings ein Hüttenschlafsack Pflicht (auch wenn das nicht jeder gemacht hat). Empfehlen kann ich einen leichten Seidenschlafsack von Meru, der grade mal 170gr auf die Waage bringt und dessen Anschaffung sich für mich jedenfalls gelohnt hat.

Wer lieber in Pensionen schlafen möchte, findet auch hier genügend Adressen im Netz oder auch in dem Wanderführer. Manche Höfe bieten sowohl DZ als auch Lager an.

Literatur / Karte / Hilfreiche Links

Der Start von der Bergstation Hochmuth aus war für mich einfach nur die schnelle Lösung, da ich so wunderbar nach den Erklärungen im Buch gehen konnte.

Im Wanderführer Südtirol:Meraner Höhenweg mit Spronser Seen und Waalwegen
werden Etappen von 4 bis 9 Tagen beschrieben, wobei ich die Gehzeiten und Höhenmetern nicht immer ganz passend fand. Für eine kurzfristige Planung reichen die Angaben im Buch allerdings aus.Literatur & Karte

Hier werden auch verschiedene Gipfelmöglichkeiten mit Gehzeiten erklärt, die man noch einbauen könnte um den Weg so etwas zu verlängern. Auch eine Version über die Spronser Seen ist beschrieben.

Bis auf ein paar Fehler (Telefonnummer und ein zwei andere Kleinigkeiten) kann ich das Buch jedenfalls empfehlen, vor allem weil dort Infos wie „Blick auf Schloss Juval“ zu finden sind. Auf dem Weg selber habe ich solche Hinweistafeln vermisst. Auch die Beschilderung lässt an manchen Stellen zu wünschen übrig. Wer die Abschnitte im Buch jedoch aufmerksam liest, wird darauf hingewiesen.

Sehr hilfreich war auch die Naturpark Texelgruppe – Meraner Höhenweg 1 : 25 000: Wanderkarte mit Kurzführer, Radrouten und alpinen Skirouten. GPS-genau, die durch ihre Laminierung zwar etwas schwerer ist, aber gut aufzeigt, wo sich die Pfade oder die „festen Wegabschnitte“ befinden um die Gehzeiten besser planen zu können. Auch zahlreiche andere Wege wie der Tiroler Höhenweg sind hier zu finden.

Linkliste:

Packliste

RucksackKurz und knapp: 1 kurze und 1 lange Hose, 2 T-Shirts Merino, 1 Langarmshirt Merino, 1 Fleecejacke (Abends ist es auch im Juli recht kühl), Regenjacke, Crocs, Ersatzsocken Merino, Hüttenschlafsack, Short & Top zum schlafen, Kosmetik (das nötigste), Sonnenmilch!, Handtuch, Stirnlampe & Ersatzbatterien, Feuchttücher, Kekse, Müsliriegel, Traubenzucker, Source-Trinksystem mit Schlauch (wobei eine Flasche unterwegs günstiger zum Nachfüllen an den zahlreichen Quellen ist, daher reicht 1l Flüssigkeit dicke aus, da zwischendurch immer nachgefüllt werden kann, optimal daher 2x 0,5l Flaschen)
incl. dem 38l Rucksack kam ich so auf ca. 9kg Rucksackgewicht und hab alles gut untergebracht.

Ansonsten: Feste Schuhe (Kat A/B) und Trekkingstöcke die vor allem das Bergabgehen erleichtern.

Parken

Wer mit dem Auto anreist will sein Auto für die Tage ja auch abstellen. Ich selber habe mit dem Parkhaus sicher die teuerste Variante gewählt. Unterwegs habe ich einige Wanderer getroffen die z.B. Magdfeld oder einen anderen Startpunkt gewählt haben und für 2 Übernachtungen (am Start- und am Endtag) in der jeweiligen Unterkunft ihr Auto die Woche über kostenfrei stehen lassen können. Diesen Service bieten mittlerweile immer mehr Pensionen am Meraner Höhenweg.

Kosten

Im Schnitt bin ich auf 50,- EUR pro Tag für Übernachtung im Bettenlager, Frühstück, Getränke und Abendessen gekommen. Durch die Hitze hatte ich Mittags selten Appetit und habe es meist bei Joghurt, Suppe oder Kuchen belassen.

Sehenswertes entlang des Höhenweges

Aktualisierung Juni 2014: Anfang Juni war ich wieder für 6 Tage mit Rucksack am Meraner Höhenweg unterwegs und habe mir einige Sehenswürdigkeiten links & rechts des Höhenweges angesehen, wie das Schloss Juval, den Partschinser Wasserfall und an einem Tag sogar einen Gipfel bestiegen. Wer diese Abstecher in seine Wanderung einplanen möchte, findet in meinem Bericht die nötigen Informationen: Freiheit pur: Rucksacktour links & rechts des Meraner Höhenweges

Sehenswertes in der Umgebung

Nach der Tour habe ich mich 2 Tage in Dorf Tirol in einer sehr liebevoll geführten Pension einquartiert, da ich unbedingt mal den Karersee und die Dolomiten sehen wollte.

Die Wirtin hat mir eine schöne RouteSass Pordoi ausgearbeitet und so ging es Montags über den Karerpass zum Karersee, dann weiter zum Passo Pordoi und mit der Seilbahn (15 EUR) auf den Sass Pordoi 2.950m hinauf, der einen tollen Ausblick auf die Dolomiten bietet.

Dann über das Sellajoch an St. Ulrich und über Kastelruth wieder zurück nach Dorf Tirol. Eine schöne Tagestour mit dem Auto, wobei am Karersee – der Eindruck auf dem Bild täuscht – jede Menge Touristen unterwegs sind. Wer aber in der Nähe ist, sollte sich den unbedingt mal ansehen und in Wirklichkeit ist er noch schöner als auf dem Foto.

Karersee

Reiseberichte.com

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Über Angelica Hocke

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36 Antworten zu Hüttenwanderung auf dem Meraner Höhenweg – Teil 2

  1. Pingback: Hüttenwanderung auf dem Meraner Höhenweg – Teil 1 | WandernBonn.de

  2. Ursula Peters schreibt:

    Liebe Angelica,
    das ist ein Spitzenbericht über eine Spitzentour! Wunderbare Fotos laden einen geradezu ein, den Weg auch mal zu machen. Wenn nur das Rucksackschleppen nicht wäre… besonders toll fand ich auch die Nachbereitung mit den vielen detaillierten Infos. Wäre nicht auch eine sehr gute Zeit der September? Vielleicht nicht mehr so heiß und keine Schneefelder mehr? Aber möglicherweise denken das Tausende Wanderer auch und alles ist sehr überlaufen? Hast Du darüber Informationen?
    Liebe Grüße Ursula

    • Angelica Hocke schreibt:

      Hallo Ursula
      vielen lieben Dank für Deine netten Worte, worüber ich mich ganz besonders freue. 🙂
      Der Herbst bietet sicher ebenso einmalige Eindrücke. Aber ob und wie viel da los ist kann ich nicht genau sagen.
      Im Wanderführer gibt es allerdings einen Hinweis zur Reisezeit und hier wird lediglich der Juli und August als garantiert schneefrei (ha ha… nur dieses Jahr nicht) benannt.
      Zur Frequenz im September habe ich allerdings nichts gefunden, weiß aber, das JörgTH (GEWUM) dort im letzten September unterwegs war. Vielleicht kann man ihn mal fragen? Hier der Link zu seinem Blog http://joergth.blogspot.de/2012/09/meraner-hohenweg-etappe-1-warmlaufen.html
      Viele Grüße Angelica

      • joergth schreibt:

        Hallo Angelica, Hallo Ursula,

        ja, wir waren Anfang September unterwegs. Das Wetter war bis auf einen Tag mit etwas Regen ideal und auf dem südlichen Teil des Weges war es sogar noch richtig heiß. Der nördliche Teil war schneefrei. Es waren schon einige Leute unterwegs aber Tausende ist mit Sicherheit übertrieben. Nur im Bereich der beiden Seilbahnen waren ein paar Tagesausflügler zu viel unterwegs. Die „Hütten“ sollte man allerdings im September besser vorbuchen. Es war teilweise ziemlich voll. Ein Wirt erzählte uns, das er am Tag vorher Leute wieder wegschicken musste. Und das ist dann ganz schön ärgerlich und natürlich anstrengend.

        Herzlichen Glückwunsch zu dieser Tour Angelica. Ich weiß noch wie heute wie stolz meine Frau und ich nach den sechs Tagen waren. Wir haben übrigens unterwegs ein Päärchen aus Österreich getroffen die die Tour in drei Tagen machen wollten. Wahnsinn…

        Liebe Grüße aus Hessen!

        Jörg

        • Angelica Hocke schreibt:

          Hallo Jörg
          Du bist ja flott 😉 Danke für die Rückmeldung und die weiterführenden Informationen.
          Ja, es ist schon ein einmaliger Moment und ein ganz besonderes Erlebnis und ich bin froh es erlebt zu haben.
          Herzlichen Dank und ganz liebe Grüße nach Hessen schickt
          Angelica

  3. Alex schreibt:

    Toll, toll, toll!!! Da bekomme ich gleich Fernweh….oder sollte ich eher sagen „Heimweh“? Die Berge sind doch immer wieder schön. Im Mai waren wir auch für einen Tag im Schnalstal, ein herrliches Fleckchen Erde. Der Bericht ist mal wieder ganz toll geschrieben und glaub mir: ich kann deine Emotionen sehr gut nachempfinden 🙂

    • Angelica Hocke schreibt:

      Hallo Alex
      es war einfach so schön, das ich am liebsten noch Tagelang weitergelaufen wäre. Aber es gab ja keine weitere Etappen mehr. 😕
      Vermutlich würde ich beim nächsten mal dann solche Zwischenziele wie die Spronser Seen, einzelne kleinere Gipfel oder ähnliches mit einbauen um die Runde so zu verlängern.
      Danke für Deinen lieben Kommentar und ganz liebe Grüße und Knuddler auch an Pepe 🙂
      Angelica

  4. Jürgen aus Bornheim schreibt:

    Auch von mir ein dickes Kompliment für den Bericht vom Meraner Höhenweg. Ich habe noch keine Seite im Netz gefunden, die mit auch nur vergleichbaren Berichten mit einem derart hohen Persönlichkeitsfaktor aufwarten können. Deshalb lasse ich mir selbstverständlich auch keinen deiner Berichte entgehen, auch wenn ich mich nicht jedes Mal zu Wort melde. Nach dem Inhalt deiner Berichte tendiere ich dazu, mir für meinen bevorstehenden Urlaub eine Etappe des nördlichen Teils des Weges vorzunehmen; ich hoffe, dass sich dies organisieren lässt. Was deine Rundfahrt betrifft, so erinnerte mich deine kurze Streckenbeschreibung an meine 3 letzten Urlaube gerade dort in den Dolomiten und meine ausgedehnten Touren auf dem Sella Massiv und im Bereich des Rosengartens. Ich kann dir diese Region zum Bergwandern nur wärmstens empfehlen. Mich jedenfalls haben die Dolomiten erst richtig zum Wanderer gemacht.
    Viele Grüße nach Bonn
    Jürgen aus Bornheim

    • Angelica Hocke schreibt:

      Jürgen, das hast Du mal wieder so schön in Worte gefasst.
      Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, außer: Danke 😳

      Was die Dolomiten betrifft, fand ich es beeindruckend aber es hat mich nicht so vom Hocker gerissen, wie ich vorab gedacht habe. (außer natürlich der Karersee)
      Das liegt aber auch sicher noch an den vielen schönen Eindrücken die ich vom Meraner Höhenweg hatte.
      Ich wollte auch hoch zur Seiser Alm, was ja DAS Wanderparadies sein soll, aber mir war nicht klar, das ich mit Auto da nicht hinkomme und für ne Seilbahnfahrt und eine Wanderung dort war es dann leider zu spät.
      Danke für Deinen Kommentar und ganz liebe Grüße
      Angelica

  5. Elke Weber schreibt:

    Hallo Angelica,
    ein Spitzenbericht mit wunderschönen Bildern von einer tollen Tour. Am liebsten würde ich sofort losgehen. Ich habe letztes Jahr Mitte September meine erste Hüttentour in den Allgäuer Alpen gemacht. Wunderschön. Wir hatten allerdings bereits den ersten neuen Schnee und am nächsten Tag wieder 25 Grad. Das ist eine Kombi, die ist auch nicht so toll. Teilweise gab es Eis und die schmalen Wiesenpfade im steilen Hang waren sehr rutschig. Deine Freude und Deinen Stolz es geschafft zu haben, kann ich sehr gut verstehen. Das ging mir schon nach den drei Tagen so. Wobei meine Kondition auch ohne Pause nicht für einen weiteren gereicht hätte :-).
    Also: Glückwunsch zur tollen Tour und danke für den schönen Bericht.
    Herzliche Grüße
    Elke

    • Angelica Hocke schreibt:

      Hallo Elke
      herzlichen Dank für Dein nettes Lob und die lieben Worte zu meinem Bericht 🙂
      Ich war eigentlich auf mehr Wetterkapriolen eingerichtet, bin aber nicht bös drum, das ich die Regenjacke 7 Tage umsonst mitgeschleppt hab.
      Auch beim Weg zur Stettiner Hütte hoch, habe ich vorab gedacht, die lange Hose überziehen zu müssen.
      Aber die Leute am Eishof und andere Wanderer die entgegenkamen bestätigten, das eine kurze Hose ausreicht. Denn es wurde beim Anstieg doch sehr, sehr warm… Lediglich die Socken waren durch den Schnee dann nass.
      Bei manchen Pfaden hab ich mir auch überlegt: „Puh, das wird bei Regen aber ganz schön tricky!“ Aber das kennt man ja auch hier aus dem Ahrtal, Rheinsteig etc. und diese kniffligen Stellen waren auch mit Seilen gesichert.
      Und das es Dir selbst bei drei Tagen so ging, kann ich auch gut nachvollziehen.
      Es geht ja nicht um Länge oder sonstigen Leistungen sondern um die eigenen persönlichen Ziele; und wer so ein Ziel erreicht, hat dann auch schon mal so eine „Entenpelle“ 😉
      Herzliche Grüße zurück
      Angelica

  6. Gitti schreibt:

    Hallo Angelica,

    ich habe Gänsehaut bekommen als ich Deine Berichte über den Meraner Höhenweg gelesen habe. Ich liebe die Tirol und habe jeden Deiner Schritte „nach empfunden“. Ich möchte diesen Weg soooo gerne auch gehen, getraue mich aber nicht alleine. Und meine wandernden Beauties haben nicht so viel Zeit wie ich.
    Danke für Deine grandiosen Berichte.

    • Angelica Hocke schreibt:

      Hallo Gitti
      ach, das packst Du auch. Bist doch viel unterwegs. Ich kann Dich nur bestärken es auszuprobieren.
      Abbrechen kannst Du immer noch, falls es nicht klappt und die Verkehrsverbindungen rund um den Höhenweg sind recht gut, um wieder zum Ausgangspunkt zu kommen.
      Ich hab mich für die knifflige Stelle zur Stettiner Hütte auch einfach an andere „gehangen“. Allein wäre mir das auch zu „gefährlich“ gewesen, zumal dort so gut wie kein Handyempfang ist.
      Unterwegs trifft man immer mal wieder andere Wanderer (nicht überlaufen aber noch so, das man immer wieder mal anderen begegnet).
      Da bin ich in der Eifel teilweise auf längeren Strecken deutlich einsamer unterwegs und umknicken oder ähnliches kann man auch hier im Rheinland 😉
      Ich dank Dir ganz herzlich für Deine netten Worte und schick Dir ein „Tschakka!!! Das schaffst Du auch!“
      Ganz liebe Grüße Angelica

  7. Werner schreibt:

    Wie schreibt der Autor Ulrich Grober in seinem Buch „Vom Wandern: Neue Wege einer alten Kunst“: Einfach loslassen, souverän über Zeit und Raum verfügen, alles was man braucht im Rucksack dabei haben
    Das hast Du gemacht. Toll. Du schreibt wirklich Klasse. In Gedanken bin ich mitgewandert. Im bayerischen Fernsehen kam vor einiger Zeit auch ein 2-teiliger Bericht über den Meraner Höhenweg und seinen „Macher“.

    • Angelica Hocke schreibt:

      Hallo Werner
      Danke für das Zitat. Das trifft es auf den Punkt! Denn was er in kurzen Worten formuliert hat, wollte ich halt selber erleben und dies wurde mir durch diese Wanderung auch möglich.
      Besonders freue ich mich über Dein nettes Lob. Danke dafür 😳
      Ganz liebe Grüße Angelica

  8. Sabine schreibt:

    Liebe Angelica,

    das ist ein wundervoller Bericht über eine wohl wirklich sehr schöne Tour. Du hast in mir auf jeden Fall den Wunsch ausgelöst, das nachzumachen. Die Bilder sind so toll, da will man am liebsten sofort auch loslaufen. Vielen Dank für diese schönen Eindrücke! Und auch für die vielen Informationen, die auf jeden Fall helfen. 🙂

    Viele liebe Grüße,
    Sabine 🙂

    • Angelica Hocke schreibt:

      Hallo Sabine
      es freut mich zu lesen, das Dir der Bericht gefallen und inspiriert hat 🙂
      Grade der Meraner Höhenweg bietet sich auch für Frauen auch alleine gut an, da er zwar anspruchsvoll aber nicht so „hochalpin“ wie z.B. der Berliner Höhenweg ist.
      Solltest Du die Tour machen, gib mir doch bitte Feedback, sobald Du in Deinem Blog einen Bericht dazu eingestellt hast.
      Wo auch immer Du in diesem Sommer noch unterwegs sein wirst, ich wünsche Dir jedenfalls viel Spaß und bedanke mich für Deine netten Worte.
      Viele liebe Grüße nach Oberbayern
      Angelica

  9. Günter Bommer schreibt:

    Hallo Angelica
    auch der Teil 2 Bericht war wieder Spitze, mit wunderbaren Bildern. Werde Deine Seite öfters anklicken, vielleicht bist Du einmal auf dem Rheinsteg unterwegs ?. Danke für den schönen Bericht und Bildern, viele Grüße aus Mainz- Günter

    • Angelica Hocke schreibt:

      Hallo Günter
      Danke fürs Lob. Das freut mich sehr 🙂
      Da ich schon einige der Rheinsteigetappen gemacht hab und es noch so viel anderes zu entdecken gibt, wandere ich dort nur relativ spontan.
      Aber vielleicht sollte ich mir dieses Jahr tatsächlich mal eine noch fehlende Etappe vornehmen… mal schauen.
      Ganz liebe Grüße nach Mainz
      Angelica

  10. Marina und Rainer schreibt:

    Hallo Angelika,
    danke für den tollen Bericht.
    Mein Mann und ich haben den Meraner Höhenweg letzten September/Oktober unter die Füße genommen! Ich bekomme jetzt noch Tränen in die Augen und eine Gänsehaut, wenn ich die Bilder sehe! Was waren wir stolz, es geschafft zu haben! 6 Tage an einem Stück und dann die Landschaft! Einfach genial! Wir wären am liebsten den Weg in die andere Richtung am Ende noch mal gelaufen! Wenn wir deine Bilder sehen, dann denken wir, wir sind immer noch dort!
    Liebe Grüße aus Wuppertal
    Marina und Rainer

  11. Gert schreibt:

    Schön 😉

  12. Walter Geis schreibt:

    Hallo Angelica, ich bin den Weg heute vor ziemlich genau 2 Jahren gegangen. Zwar in anderen Etappen, aber auch von Hochmuth bis Hochmuth. Ich habe jedes Deiner Worte und Fotos der beiden Teilabschnitte genossen. Herzlichen Dank für die eindruckvollen Schilderungen. Ich habe von meiner Tour eine ppt-Präsentation erstellt, die ich meinen – interessierten – Bekannten zeige. Jetzt habe ich Wortdokumente (Deine!), die ich ergänzend dazu empfehle. Weil ich alles genau so gefühlt und empfunden habe. Klasse, danke dafür.

    • Angelica Hocke schreibt:

      Hallo Walter
      Herzlichen Dank für Deinen lobenden Kommentar.
      Freu mich, wenn der Bericht bei Dir schöne Erinnerungen geweckt hat und wir durch unsere Erlebnisse andere für diese ganz besondere Wanderung begeistern können.
      Viele Grüße
      Angelica

  13. Roswitha Jenal schreibt:

    Hallo Angelica

    da ich und meine Familie heuer den Meraner Höhenweg in Angriff nehmen möchten, bin ich im Internet auf Deine Seit gestossen. So eine tolle, informative Seite habe ich noch nie gefunden. Vielen Dank für die super Arbeit. Das macht richtig Spass bei Dir zu lesen. Einfach herzerfrischend anders. Herzliche Grüsse von einem Wanderfreund ( noch ohne Blog )
    Roswitha Jenal

    • Angelica Hocke schreibt:

      Hallo Roswitha
      hui… dann wünsche ich Euch ebenfalls einmalige Erlebnisse und Eindrücke auf dieser Wanderung.
      Vielen lieben Dank für Deine netten Worte. Das freut mich total 🙂
      Weiterhin viel Freude auf all Deinen Wegen.
      Angelica

  14. Pingback: Freiheit pur: Rucksacktour links & rechts des Meraner Höhenweges | WandernBonn.de

  15. Anita Biermann schreibt:

    Hallo Angelica,

    Dein Bericht über den MH hat mir sehr gut gefallen. Ich bekomme sofort Lust, loszuwandern. Mein Freund und ich wollen den MH im September wandern und haben 8 Etappen eingeplant. Auf jeden Fall muss ich versuchen, das Gepäck klein zu halten (bin nur 1,54 m gross) damit der Wanderspass nicht zu kurz kommt aber – wenn ich es richtig verstehe – ist ein „normaler“ Schlafsack nicht notwendig. Wir sind richtig begeisterte Weitwanderer und waren letztes Jahr in Irland (Wicklow Way und Western Way). Kann ich nur empfehlen. Gibt es eigentlich auch Alpenvereinshütten am Weg oder sind das mehr Pensionen? Die Stettiner Hütte müssen wir dieses Jahr ja leider ausklammern wegen der Lawine. Ich freue mich sehr, wieder neue Berichte von Dir zu lesen. Ich finde Deinen frischen Erzählstil echt klasse :-))
    Viele Grüsse aus dem Schwarzwald
    Anita

    • Angelica Hocke schreibt:

      Hallo Anita
      das mit dem Gepäck klein halten kann ich gut verstehen. Bin ja selber nur 1,61 groß. Ich hab so einen Seidenschlafsack von Meru, der wiegt halt nicht viel und ist grade in Lagern praktisch. Auf der Stettiner Hütte (gut, die fällt ja dieses Jahr aus) und im Hochganghaus (die haben nur Lagerplätze) sogar vorgeschrieben.
      Ansonsten könnt Ihr auch in Pensionen übernachten. Im Pirchhof oder am Giggelberg gibt es sowohl Lager, als auch Doppelzimmer. Aber bucht im September auf jeden Fall vor. Dort ist sonst zuviel los, um die Tour so spontan zu machen, wie ich das letztes Jahr gemacht habe.
      Ich komme übrigens grade wieder zurück von einer weiteren Tour vom Meraner Höhenweg, bei der ich so einiges Sehenswertes entlang des Weges erkundet habe.
      Der Bericht ist eben grade fertig geworden: https://wandernbonn.de/2014/06/16/freiheit-pur-rucksacktour-links-rechts-des-meraner-hoehenweges/
      Vielleicht helfen Euch einige Tourempfehlungen dort ebenfalls weiter.
      Ansonsten wünsche ich Euch ganz viel Freude dort. Der MH wird Euch mit Sicherheit begeistern.
      Danke fürs Lob und herzliche Grüße in den Schwarzwald
      Angelica

  16. Klaus Barsikow schreibt:

    Hallo Angelica, meine Frau und ich haben mit mit Begeisterung deinen Bericht über den Meraner Höhenwanderweg gelesen. Er bestärkt unser Vorhaben den Weg 2015 zu gehen. Wir sind uns nur noch nicht schlüssig ob im Juni oder September. Aber das wird sich bestimmt noch bei weiteren Recherchen rauskristallisieren. Da auf deiner Seite ja noch mehr Wanderberichte zu finden sind, werden wir bestimmt noch ofters auf deiner HP sein. Viele Grüße aus dem Rheinland Klaus und Monika

    • Angelica Hocke schreibt:

      Hallo Klaus
      der Vorteil im Juni/Anfang Juli ist halt weniger los und die Wiesen erblühen, dafür kann halt auch noch Schnee liegen (Dieses Jahr war im Juni das Eisjöchl noch unüberwindbar). Im September ist der Nachteil, das deutlich mehr los ist und man vorab feste Unterkünfte buchen muss und nicht ganz so flexibel sein kann, wie im Juni/Juli.
      Wie auch immer Ihr Euch entscheidet: Ich wünsche Euch beiden eine herrliche Woche mit einmaligen Eindrücken.
      Danke für die netten Worte und viele Grüße
      Angelica

  17. Elsbeth Melcher schreibt:

    Hallo Angelika, ich habe den Meraner Höhenweg im Alter von 67 Jahren nach einer Krebs-OP im Vorjahr im Jahr 2008 mit einer Freundin gemacht. Die Anstrengungen sind durchaus machbar und man ist nie zu alt!
    Dein Bericht ist ganz super. Wir brauchten allerdings 7 Tage und wählten auch noch andere Übernachtungen. Der Weg ist wohl mit den Hängebrücken noch weiter ausgebaut worden. Für mich war das ein tolles Erlebnis. Mir gefallen die Karten vom Freystag-Berndt-Verlag besser als die Kompass-Karten.
    Deine Fotos sind Spitze. Auch ohne Personen fast immer ein prima Vordergrund, dann leben die Bilder. Du hast sicher auch eine Super-Kamera.
    Gruß aus Garmisch-Partenkirchen
    Elsbeth

    • Angelica Hocke schreibt:

      Hallo Elsbeth
      Ob nun 6 oder 7 Tage spielt eigentlich keine Rolle. Hut ab, das Du diese Wanderungen auch nach Deiner OP angegangen bist.
      Die von Dir genannten Karten kenne ich leider nicht. Die meisten Wanderer die ich unterwegs getroffen habe, hatten auch die Kompass-Karten.
      Danke für das Lob zu den Bildern. Ich war jedoch lediglich mit einer Kompaktkamera unterwegs. Letztendlich macht das Auge das Foto und nicht die Kamera 😉
      Liebe Grüße schickt
      Angelica

  18. Linda schreibt:

    Liebe Angelica, wir sind gerade von unserer Tour zurückgekehrt, wir haben den Höhenweg in 5 Tagen erwandert (und anschließend noch eine sehr sonnige Woche in Meran verbracht :-)) Wir sind sehr begeistert und nehmen wahnsinnig viele Eindrücke und Erlebnisse mit. Mit dem Wetter hatten wir großes Glück, die beiden Male, die es geregnet hat, haben wir trocken auf der Hütte verbracht! Die Schneehöhen am Eisjöchl war nicht ohne, etwa noch hüfthoch liegt er, und wenn man nicht genau weiß, wo man langgehen kann/muss, kann das schon übel werden. Die Stettiner Hütte hat erst am 1. Juli als Jausenstation wieder geöffnet und sieht noch sehr mitgenommen aus. Man erzählte uns, sie wird wohl nie wieder so wirklich als Unterkunft nutzbar sein, vielmehr schreibt man die Hütten gerade neu aus und überlegt, die Stettiner Hütte dann wohl woanders wieder aufzubauen. Dein ausführlicher Bericht war bei unserer Planung in jedem Falle sehr hilfreich, vielen Dank! Herzliche Grüße, Linda aus Bonn

    • Angelica Hocke schreibt:

      Liebe Linda
      Vielen lieben Dank für Dein Feedback. Bin derzeit wieder „frei Schnauze“ auf Hüttentour in der Texelgruppe unterwegs. Dieses Jahr hat es bei mir dann endlich mit drn Spronser Seen geklappt, wo in den letzten beiden Jahren bei meinen Wanderungen dort noch zu viel Schnee lag.
      Auf das Du Dir Deine Eindrücke noch lange bewahren kannst.
      Herzliche Grüße Angelica

  19. Frank schreibt:

    Hallo Angelica, vielen Dank für diesen außergewöhnlich guten Bericht. Würde am liebsten gleich packen und los. Muss mich aber gedulden bis Ende August wo ich mich dann mit 2 Freundinnen auf den Weg machen werde. Nochmals danke, danke, danke, toll gemacht. LG Frank

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