Die Wasserroute unverDhünnt 1 im Bergischen Land

Jetzt, wo die Tage wieder deutlich länger sind, lässt sich auch eine 15 km Wanderung am Nachmittag schaffen. Das geht sogar ganz gemütlich und ohne auf die Uhr schauen zu müssen, um nicht im Dunkeln zurückzukommen.

Am Freitag gab es nicht nur Sonne satt, sondern auch Temperaturen jenseits der 20°C. Gut, das ich die kurze Hose eingepackt hatte. So konnte ich mich im Büro umziehen um gegen Mittag den Weg ins Bergische anzutreten.

IMG_9505Dafür hatte ich mir eine Runde aus der Wanderkarte Odenthal rausgesucht, die ich bei der Aktiv Messe vor drei Wochen am Stand des Bergischen Landes erhalten hatte.

Hier sind 12 Rundwanderungen zwischen Dhünntalsperre und Odenthal kurz skizziert und in der großen Karte eingezeichnet. Die Wasserroute, die meist entlang der Dhünn und bis zum Stausee führt, klang bei den Temperaturen jedenfalls sehr erfrischend 😉

Gegen halb zwei war ich am Startpunkt der Runde, am Altenberger Dom. In den Cafés saßen einige Gäste und genossen den fast sommerlichen Tag. Durch das Haupttor des Klosters führt mich der Weg zunächst an der Dhünn entlang, die ersten Blumen und Blüten werden entdeckt und ein Graureiher fliegt mit prächtigen Schwüngen über den plätschernden Bach.

IMG_9270Bald hab ich den Märchenwald erreicht und kurz danach kommt eine verwunschene und urige Passage über einen schmalen Weg an der Dhünn entlang.

Der Graureiher, der eben noch auf Beutezug war, steht im Wasser und lässt sich auch von mir nicht aus der Ruhe bringen, obwohl ich grade mal 5m entfernt bin.

Der Pfad wird schmaler und verwurzelter. Buschwindröschen blühen hier zuhauf und die Dhünn plätschert munter durch die zahlreichen Windungen, die sie sich hier gegraben hat. Ich bin froh, die kurzen Hosen gewählt zu haben. So kann ich jeden Windhauch und die Sonne einfach intensiver spüren und es fühlt sich heute sogar wie ein richtiger Sommertag an.

IMG_9303Es geht leicht auf und ab und nach einer Brücke, an der die Dhünn auf den Eifgenbach trifft, folge ich der Beschilderung weiter durch die offene Landschaft.

Reiter und Spaziergänger sind unterwegs und ab dem Schöllerhof geht der Weg auf einer Asphaltstraße weiter. Links davon erkenne ich einen Pfad, also weiche ich aus und folge diesem bis zur Aue.

IMG_9320Auf einer Wiese hat sich eine Familie zum Picknick niedergelassen und die Kinder toben lachend umher.

Ich suche mir immer wieder schmale Pfade abseits des festen Weges, mal rechts, dann wieder links vorbei, finde eine seltsam anmutende Rote Pestwurz und nutze die Möglichkeit der Dhünn auch mal ganz nahe zu kommen.

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Dann geht es weiter hinauf und an Maria in der Aue vorbei. Ein weiterer Torbogen wird durchschritten und weitere Pfade folgen. Bald geht es über eine Straße, die sich in einigen Kurven hinaufwindet hoch bis nach Lindscheid.

Von hier kann ich die erste Aussicht auf die Große Dhünntalsperre werfen und lasse den Blick schweifen.

Kurz vor der Staumauer finde ich weitere Frühlingsboten und ein Rastplatz lädt, nach etwa der Hälfte der Strecke, zu einer kleinen Pause ein. Viel ist hier nicht los heute und ich kann in Ruhe dort sitzen und den Vögeln lauschen.

Der Gang über die Staumauer bietet mir den weiten Blick über das Gewässer und die Höhenorte in der Ferne.

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Die Wasserroute führt nun weiter durch den Wald hinauf. In zahlreichen Kehren und mit weiteren auf- und abstiegen habe ich nach gut 10km den Kochshof erreicht. Die kleinen Fachwerkhäuser sind liebevoll restauriert und wirken wie ein kleines Museum.

Von hier aus führt eine Straße weiter in leichten Kehren hinauf. Als ich oben bin, werfe ich einen Blick zurück.

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Asphalt begleitet mich auch den nächsten Kilometer, dafür kann ich Sonne satt tanken und gelange nach einem weiteren Hof wieder in den Wald. Breite Waldwege bringen mich dann wieder hinab ins Dhünntal. Abermals darf ich durch die Sonne wandern, dann macht die Route einen kleinen Schlenker in ein Tal hinein.

IMG_9478Auf einer Wiese, mitten im Wald entdecke ich wilde Narzissen.

Ich muss nur wenige Meter durch die Tannen um sie näher ablichten zu können.

Die Sonne steht mittlerweile tief und setzt die letzten Strahlen auf die Blüten.
Herrlich.

Noch ein bisschen auf & ab und auf teils urigen Pfaden bringt mich die Wasserroute oberhalb vom Schöllerhof vorbei. Die letzten hundert Meter geht es an der Straße entlang, bevor ich zum Schluss noch einen wunderschönen Blick auf den Altenberger Dom werfen kann.

Mein Fazit:

Was für eine herrliche Runde. Gut, das sommerliche Wetter hat sicher seinen Teil dazu beigetragen.

IMG_9342Insgesamt fand ich den Rundweg abwechslungsreich, auch wenn man größtenteils auf festen Wegen unterwegs ist.

Zwischen Schöllerhof und Maria in der Aue lassen sich schmale Pfade links und rechts entdecken und so dem Hartbelag stellenweise gut ausweichen.

Mich hat es an dem Freitag jedenfalls nicht gestört. Das Wetter und die zahlreichen Blumen, die ich entdecken konnte; die teils einsamen Abschnitte und die erwachende Natur waren der richtige Einstieg ins Wochenende. Am Wochenende, vor allem bei schönem Wetter, wird hier sicherlich mehr los sein.

IMG_9380Die Markierung könnte an einigen Stellen etwas besser sein und ist nicht ganz so, wie man das von Premiumwegen kennt. Teilweise muss man schon genau schauen.

Die Tour ist mit ihren 15,5 km und etwas über 300hm als leicht einzustufen und in 3,5 bis 4 Std. (ohne Pause) machbar.

Hier noch einige informative Links:

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Über Angelica Hocke

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9 Antworten zu Die Wasserroute unverDhünnt 1 im Bergischen Land

  1. Michael Waschkau schreibt:

    Hallo Angelica,
    schöne Eindrücke von der Runde hast Du festgehalten. Dazu das Wetter – was will man mehr für eine Nachmittagsrunde.

    LG Micha

    • Angelica Hocke schreibt:

      Hallo Micha
      Dank Dir. Heute war es auch herrlich, aber diese Woche soll das Thermometer ja abermals an den sommerlichen Temperaturen kratzen.
      Dazu sprießt und grünt es derzeit hier in Bonn und man kann den Blättern beim entfalten quasi zusehen… Herrlich.
      Viele Grüße in die Eifel schickt
      Angelica

  2. Wanderlady schreibt:

    Eine mir gut bekannte und von mir erwandern Ecke hast du dir da ausgesucht.
    Ich bin immer wieder erstaunt, dass man bzw ich neue, kleine Pfade und Wege finde, die ich noch nicht kannte.
    Am letzten Dienstag bin ich den Grafen und Mönchsweg Odenthal gewander, zwar reichlich Asphalt durch die Dörfer, aber auch schöne kleine Pfade.
    Dieses Gebiet ist von Köln aus schnell zu erreichen und immer einen Besuch wert.

    Wie immer, tolle Bilder von dir und vieles davon kenne ich.
    Freue mich schon auf deine nächste Wanderung und den Bericht dazu.

    Dir eine schöne Woche.

    Liebe Grüße

    Claudia

    • Angelica Hocke schreibt:

      Ich war auch überrascht. Ein Premiumweg mit zahlreichen Pfaden hatte ich auch nicht erwartet. Von daher war ich von der Frühlings äh Sommerstimmung und dem Wegeverlauf einfach verzaubert.
      Von Bonn aus kommt man auch gut hin, allerdings muss man versuchen, die Autobahn zu vermeiden… Zwischen Heumar und A4 staut es sich leider ganz gerne.
      Danke fürs Lob und eine wunderschön frühsommerliche Woche wünscht
      Angelica

  3. Rolf schreibt:

    Hallo Angelica
    Super Runde mit schönen Eindrücken, bei perfekten Wanderwetter.
    Immer wieder ein Genuß dir auf den Touren zu folgen.
    Grüße aus Krefeld
    Rolf

  4. Doro schreibt:

    Liebe Angelica,
    mit dieser Tour liebäugele ich auch schon länger. Deine Beschreibung und die Fotos motivieren mich, sie auch mal wirklich zu laufen!!
    Danke für die ansprechende Beschreibung.
    Liebe Grüße aus dem Kölner Norden,
    Doro

  5. koelnerschalk schreibt:

    Das ist eine seht schöne Gegend und liegt direkt bei mir um die Ecke. Tolle Fotos hast du gemacht. Bei mir geht es auch heute los nach Spanien zum Camino.

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