Schneeschuhwandern… Eine Liebeserklärung

IMG_7286Dieses satte und sanfte Gefühl, wenn der Schneeschuh in den Schnee eintaucht; leicht einsinkt und von dem weichen Pulverschnee gebremst wird.

Die Luft ist klar.
Die Sonne zeigt sich von ihrer schönsten Seite und lässt die Schneekristalle auf der Oberfläche glitzern.

Der Winter hat es dieses Jahr wirklich gut mit uns gemeint.

IMG_7294Die ersten Schritte sind noch klamm. Mich friert. Doch schon kurze Zeit später wird mir wohlig warm, auch ums Herz und ich hab alles um mich herum vergessen. Mit der Natur im Einklang.

Im Schnee werden die Geräusche gedämpft. Es ist still. Man hört nichts. Nur das einsinken der Schuhe im Schnee und der Stöcke, welche mir Halt und ein bisschen Schub geben.

IMG_7332Es ist so unglaublich schön, sich auf diese Art & Weise durch den Schnee zu bewegen. Jeder Schritt macht Freude.

Immer wieder finde ich weichen, fluffigen und unberührten Schnee, der jeden meiner Schritte federn lässt. Wie auf Wolken.

Kleine Wolken kommen auch aus meinem Mund. Mit jedem Atemzug.
Ich atme tief ein: Eifelluft.

IMG_7289Der Weg führt mich hoch, es wird steiler und die Krallen graben sich tief in den Schnee ein. Geben Halt. Lassen mich den Anstieg sicher bewältigen, die Aussicht dort oben genießen. Das Auge schwelgt.

Unbeschreiblich das Gefühl, wenn es den Abhang dann wieder hinunter geht. „Wusch Wusch“ macht es.

Der weiche Schnee federt jeden Schritt sanft ab: ein gleiten, schreiten, sachtes vorankommen. Es fühlt sich an, wie auf Wolken zu schweben.

Wandern in weißen Welten.

Ach Winter… magst Du nicht vorüber gehen.

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Meine Route von Samstag: Rund um Arft und den Raßberg

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Über Angelica Hocke

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15 Antworten zu Schneeschuhwandern… Eine Liebeserklärung

  1. Enno Pfahl schreibt:

    Liebe Angelica, Deine Beschreibung des Schneeschuhlaufens ist fast schon poetisch 🙂 und unheimlich schön! Wir sind selbst gerade im Schweizer Tiefschnee und machen vornehmlich Abfahrtslauf aber in den 2 Wochen unseres Urlaubs auch immer wieder Wanderungen durch die tolle Natur des Berner Oberlandes. Mit Sicherheit werden wir noch eine geführte Schneeschutour mit machen um beim ersten Mal nicht allein zu sein so mitten in der unberührten Natur, abseits der Pisten und gepflegten Winterwanderwege. Wir werden berichten!
    Liane und Enno aus Hamburg

    • Angelica Hocke schreibt:

      Liebe Liane
      Lieber Enno
      Ich beneide Euch grad und ja, manchmal darf man Frau auch poetisch sein 😉
      Genießt es und kommt gesund wieder.
      Herzliche Grüße in die Schweiz
      Angelica

  2. Wilfried schreibt:

    schmunzel – uih
    diesmal sind es nicht nur supertolle Fotos – nein da ist die Angelica wohl von der Lyric-Muse geküsst worden … Hut ab der Text liest sich toll 🙂

  3. Johann Nilkens schreibt:

    Hallo Angelica! Wie immer wunderbare Bilder. Das gleiche Gefühl konnte ich letztes Wochenende auf dem Rothaarsteig am Kahlen Asten genießen. Wunderschöne Winterwanderwelt. Dir noch einen schönen Abend. Viele Grüße aus Krefeld 🙂

    • Angelica Hocke schreibt:

      Hallo Johann
      *hach* ich zehre derzeit noch davon und hab immer noch dieses „Wusch Wusch“ in den Beinen…
      Gut, das wir das noch nutzen konnten.
      Viele Grüße an den Niederrhein
      Angelica

  4. Johann Nilkens schreibt:

    Vielleicht haben wir ja in den nächsten Wochen nochmal die Gelegenheit, falls
    der Winter uns in Eifel, Bergischem Land
    oder Sauerland nochmal Neuschnee bringt 😉

  5. Johann Nilkens schreibt:

    Optimist durch und durch!

  6. Viviane schreibt:

    Liebe Angelica,
    das liest sich wirklich sehr schön! Ich kann mir gut vorstellen, dass Du es genauso empfunden hast. Und die schönen Bilder erst… Wir waren am Samstag auf Deinen Schnespuren am Michelsberg, das war auch traumhaft. Davon zehre ich auch noch. Und ich habe dann manchmal draußen auch so poetische Gedanken.
    Von mir aus soll entweder wieder Schnee kommen oder wenigstens Sonne – nicht diese graue feuchte Suppe. –
    Viele Grüße, Viviane

    • Angelica Hocke schreibt:

      Liebe Viviane
      Da bin ich ja froh, das ich nicht die einzige bin, den die Muse beim Wandern küsst 😉
      Verschneite Karnevalstage, wie wir sie vor 2 Jahren hatten, wären mir eigentlich auch lieber. Mit Sonne (wie derzeit vorhergesagt) kann ich mich jedoch auch gut anfreunden.
      Danke Dir und herzliche Grüße
      Angelica

  7. Hikekarin schreibt:

    Hi Angelica, die Bilder sind toll- es war ja eine Traumphase hier im Rheinland! Und- tja beim Text entdecke ich doch glatt Ähnlichkeiten, was die Schnee(schuh)lieb angeht. Kann Dir also voll zustimmen. Kannst ja mal in meinen neuen Blog reinluken, wenn Du magst. Und vielleicht sollten wir nochmal auf Wintertour/Frühlingswanderung gehen, das wäre doch was! Liebe Grüße, Karin

  8. Wolfgang schreibt:

    Hallo Angelica,
    ich bin der Kölner, neben dessen Wagen Du bei dieser Tour geparkt hattest 😉
    Tags zuvor hatte ich noch in Deinem Blog über den Bergheidenweg im Februar 2013 geschmökert und mich tierisch auf diese Schnee-Tour gefreut (Deine Tourberichte lassen einem aber auch immer das Wasser im Mund zusammenlaufen…). Und dann treffe ich Dich doch tatsächlich anderntags live und in Farbe…Zufälle gibt´s!
    Die Kombi mit dem Wacholderweg bin ich übrigens nicht gegangen. Auf dem Zuweg hatte ich mich besonnen…“Nein, heute soll es eine reine Genusswanderung sein!“. Also hatte ich kurzerhand kehrt gemacht. Wieder zurück auf dem Bergheidenweg hatte ich erst mal mein Tempo zurückgefahren und konsequent an jeder schönen Aussicht diese ausgiebig genossen. Am Ende der Tour war ich richtig froh über diese Entscheidung. Auch, weil es durch den vielen Schnee und wg. zu warmer bzw. ‚unfunktioneller‘ Kleidung eine doch ziemlich anstrengende Angelegenheit war. Glücklicherweise waren die Pfade größtenteils ‚gespurt‘. Nur ab der Schutzhütte musste ich mich durch einige tiefere Schneewehen quälen. Doch die grandiosen Aussichten von dort oben auf die herrliche Winterlandschaft bei tiefblauem Himmel *schmacht* haben die Qualen mehr als wett gemacht. Schön zu lesen, dass Du auch jede Menge Spaß bei Deiner Tour hattest. Bei meiner Rückkehr auf den Parkplatz gegen 15.30 h – Du hattest offenbar schon vor mir ‚Feierabend‘ – kamen mir spontan Deine Worte bzgl. der Frequentierung in den Sinn…es war die Hölle! Wie die Geier auf´s Aas, wurde sich auf jede frei werdende Lücke gestürzt!

    Bestreitest Du Deine Touren eigentlich immer alleine? – Ich bin schon lange nicht mehr solo unterwegs gewesen und musste feststellen, dass es (noch) schöner ist, wenn mich jemand begleitet, mit dem ich die vielen Eindrücke unterwegs teilen kann.

    Viele Grüße
    Wolfgang

    • Angelica Hocke schreibt:

      Hallo Wolfgang
      War ja wirklich ein Zufall, Dich dort zu treffen.
      Von daher freut es mich zu lesen, das Du auch mit den „gemütlichen Version“ einen schönen Wandertag hattest.
      Ja, ich bin am liebsten alleine unterwegs. Ist aber wohl Typsache.
      Dir weiterhin viel Freude und viele Grüße
      Angelica

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