Stege, Bäche & das urwüchsige Hohe Venn bei Baraque Michel

Die raue und wilde Landschaft des Hohen Venn, die unberührte Natur in dem Hochmoor und natürlich das Wandern auf Pfaden und Holzbohlen entlang der zahlreichen Bäche faszinieren mich immer wieder, so dass ich mindestens 2x im Jahr dort unterwegs bin.

Typische VennstegeIn der Vergangenheit habe ich meist GPS-Touren gemacht, obwohl es ja zahlreiche gut beschilderte Wanderwege im Venn gibt.

Beim durchblättern einer Broschüre von Ostbelgien-Tourismus stieß ich auf den ausgeschilderten Rundweg „Auf dem Dach Belgiens“.

Das Besondere ist, dass diese Wanderung – obwohl es ja einige Sperrzonen im Hohen Venn gibt – das ganze Jahr zugänglich ist.

Dieses Mal möchte ich Euch anhand beschrifteter Fotos mit auf die Wanderung nehmen. (Am besten das erste Bild anklicken, dann öffnet sich die Galerie mit den kompletten Beschriftungen im Vollbildmodus).

Mein Fazit:

Eine tolle Runde, die auch jeder ohne GPS-Gerät machen kann und das sogar das ganze Jahr über. Man durchstreift sowohl das Hochmoor als auch herrliche Waldabschnitte, jede Menge uriger Pfade, ist meist in offener Landschaft unterwegs und der Wegeverlauf sorgt für Abwechslung. Zwischendurch gibt es zwar 2-3 Abschnitte mit festem Wegebelag, doch die Pfade über Wurzeln und an den Bächen entlang sorgen dafür, dass die Füße nicht „müde“ werden und immer zu tun haben.

Also eine klare Empfehlung für all jene, die sich bisher noch nicht an das Hohe Venn rangetraut haben.

Hier ein paar Tipps:

Meine Variante (hier der GPS-Track) mitWandertafel Polleur-Venn insgesamt 16,5 km / 200 hm hat mich ein Stück durch das Polleur Venn geführt.

Leider war der nördliche Pfad neben dem Polleur-Bach, welcher zurückführt, an diesem Tag gesperrt, sodass ich über die „Grüne Bahn “ (Eichhörnchen) wieder auf die Ursprungsstrecke gegangen bin.

Hier in der Broschüre erkennt man auf der Karte jedoch ganz gut, welche Variante um das Polleur Venn man sonst noch machen könnte. Die Broschüre mit weiteren schönen Genusstouren am Wasser gibt es kostenlos hier zu bestellen.

Wanderkarte Hohes VennDie Strecke „Auf dem Dach Belgiens“ ist zwar mit 12km in der Broschüre angegeben, meine GPS-Daten kamen allerdings (nach Abzug der Variante) auf 14 km. Rechnet aber mit mindestens 3-4 Stunden für die Route. Die Höhenmeter auf dieser Wanderung sind jedenfalls nicht der Rede wert. Wasserdichte Schuhe (ggf. auch Stöcke um zu ertasten, wie tief manche Stellen sind) kann ich jedenfalls empfehlen.

Direkt hinter der Kapelle Fischbach informiert die Wandertafel über den vorgestellten Weg (grünes Rechteck) und zahlreiche andere Rundwege, ebenso über die jeweilige Länge und Dauer, als auch die Sperrzonen. Ich empfehle jedoch die Wanderkarte Hohes Venn, im Maßstab 1:25:000, welche man hier online bestellen oder im Haus Ternell käuflich erwerben kann. Hier sind alle erlaubten Wege eingezeichnet, ebenfalls Dauer, Länge und die Schutzzonen.

Ein genereller Hinweis, der jedoch nichtRote Fahne in der C-Zone für diese Tour gilt: Sobald eine rote Fahne gehisst ist (wie hier im nördlichen Bereich von Baraque Michel), ist das Betreten der jeweiligen Zone strengstens untersagt.

Hier findet Ihr die Telefonnummer der Info-Hotline oder auch unter diesem Link.

Da man sich im Hohen Venn in einem empfindlichen Naturschutzgebiet aufhält, gibt es einige Regeln zu beachten. Die Hundebesitzer unter meinen Lesern muss ich leider enttäuschen: Auf den meisten Abschnitten dieser Tour sind Hunde – selbst an der Leine – nicht erlaubt. Hier alle weiteren Infos zu den Zutrittsregeln im Venn.

Wer trotzdem mit Smartphone navigieren möchte: Sofern der Track inklusive der Karte bereits zuhause heruntergeladen wurde, kann – sobald man in Belgien ankommt – das mobile Netz ausgeschaltet werden und habt unterwegs trotzdem GPS Empfang. Also keine Angst vor Roaming-Gebühren oder dergleichen.

Hier findet Ihr alle Wanderungen, die ich bisher im Hohen Venn gemacht habe.

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Über Angelica Hocke

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15 Antworten zu Stege, Bäche & das urwüchsige Hohe Venn bei Baraque Michel

  1. Thomas Häger schreibt:

    Toller Tipp. Danke 🙂 hoffe dass ich bald mal dazu kommen werde, wieder zu wandern 😉
    Lieben Gruß Thomas

  2. Huch Angelika,
    da hätten wir uns ja fast getroffen – das Venn hatte ich für dieses WE auch vor. Wunderbare Bilder haste gemacht. Ich war leider ein wenig krank und konnte nicht. Doof eigentlich. Du hattest sicher viel Spaß und beste Fritten 🙂
    Wenn das Wetter so weitergeht darf man ins Venn bald nimmer richtig rein – Brandschutz. Ist mir in den vergangenen beiden Jahren passiert.
    Liebe Grüße
    andreas

  3. Hallo Angelica,
    ich glaub heute waren so viele unterwegs. 🙂
    Es war aber auch ein Traum heute unterwegs zu sein. Ich habe es in Blankenheim und Umgebung auch genossen und jetzt deine tolle Fotogalerie! Man weis gar nicht wo man zu erst hinfahren soll.
    Immer wieder schön Deine Touren virtuell zu verfolgen.

    LG Micha

    • Angelica Hocke schreibt:

      Hallo Micha
      Die Wanderung im Venn hab ich gestern gemacht. Aber Du hast Recht, bei dem Wetter ist man für jede Minute, die man draußen verbringen kann dankbar.
      Dank Dir und viele Grüße
      Angelica

  4. Martina Barth schreibt:

    Traumhafte Bilder! Und bei dem Wetter ist Spaß Programm!

  5. Peter schreibt:

    Schöne Seite

  6. Markus schreibt:

    Hallo Angelica,
    ich verfolge Dein Blog nun schon eine Weile und bin schon die eine oder andere Tour nachgewandert. Mit meinem nun ersten Kommentar ein großes Lob an Deine ausführlichen Tourenbeschreibungen nebst Bildern!
    Als Du am Samstag diese Tour gewandert bist, bin ich mit einem Freund die „Wasser des Venn I“ – Tour von NAE gewandert. Da wären wir uns ja fast über die Füße gelaufen 😉
    Kleiner Tipp noch, wer in dieser Gegend des Hohen Venn unterwegs ist und eine Nachschkatze ist: Im Ort Jalhay gibt es eine wunderbare Konditorei/Boulangerie mit Sitzgelegenheit drinnen wie draußen. Super leckeres Süßzeug, schmackhaft belegte Halb-Baguettes zum kleinen Preis und Frühstück (www.boulangerieraquet.be). Von Baraque Michel kommend auf der rechten Seite der Hauptstraße mitten im Ort.
    Viel Spaß bei den nächsten anstehen Touren wünscht Dir Markus

    • Angelica Hocke schreibt:

      Hallo Markus
      Herzlichen Dank fürs Lob 🙂
      Den Tipp von Dir werde ich mir mal merken, wenn ich das nächste Mal dort unterwegs bin.
      Ganz liebe Grüße und weiterhin viel Spaß hier
      Angelica

  7. Wanders Mann schreibt:

    Sehr schön.
    Fast exakt die selbe Tour wollte ich diese Woche eventuell laufen.
    Das Grüne Rechteck das man ja fast ausschließlich folgt, ist das gut markiert?
    Gruss Thomas

    • Angelica Hocke schreibt:

      Hallo Thomas
      Ja, die Strecke mit dem grünen Rechteck (Auf dem Dach Belgiens) ist gut markiert.
      Mir waren die 12 (bzw. 14km) für die weite Anfahrt nur zu wenig, deswegen hab ich noch die Variation über das Polleur Venn eingebaut.
      Liebe Grüße und viel Spaß bei der Tour
      Angelica

  8. Timm Engelsing schreibt:

    Hallo Angelika
    Ich lese sehr gerne in Deinem Blog und versuche auch immer wieder aus dem Alltag mit drei Kindern und X Veranstaltungen am Wochenende zum Wandern „auszubrechen“. Als Aachener ist für uns die Anfahrt ins Venn nicht so weit. Erlaube mir den Hinweis auf die Verwechslung von Haus Ternell an der Straße von Eupen nach Monschau und dem Centre Nature de Hautes Fagnes, welches wirklich nur einige Kilometer von Baraque Michel entfernt liegt.
    Bei beiden Naturzentren kann man ebenfalls gut parken und Routen laufen. Ich meine, das es am Haus Ternell etwas ruhiger zugeht, da doch sehr viele Vennbesucher direkt die Straße nach Baraque Michel und Malmedy nehmen. Die Ostbelgien Broschüren kann ich ebenfalls nur sehr empfehlen, mit der Karte und der Wegbeschreibung findet man sich sofort in die tollen Routen ein (Ganz ohne GPS, dafür mit offenen Augen)
    Auch wenn es die Wanderer evt. nicht freut, ich hoffe auf viel Regen am Wochenende, damit die Brandgefahr im Venn wieder sinkt, und wünsche allen trotzdem viel Spaß im Freien.
    Liebe Grüße Timm aus Aachen

    • Angelica Hocke schreibt:

      Hallo Timm
      Vielen Dank fürs den Hinweis. Hab da scheinbar was durcheinander gebracht…
      Bisher hatte ich bei Baraque Michel immer Glück, da ich früh genug dort war. Aber Nachmittags bei der Rückkehr ist der Parkplatz wirklich brechend voll. Unterwegs verläuft sich das glücklicherweise.
      Der Regen ist wirklich nötig, hier am Rhein sieht es derzeit nicht anders aus. Alles staubig und trocken, die Natur lechzt einfach nach Regen.
      Euch noch viel Spaß und herzlichen Dank für Deinen Kommentar
      Liebe Grüße
      Angelica

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