Top & Flop: Equipment zum Wandern – Teil 3

Es gibt immer wieder Zubehör, welches einem das Wandern erleichtern oder angenehmer machen kann. Nicht alles ist unbedingt nötig und ohne würde es sicher auch gehen, jedoch haben sich auch bei mir in den letzten Jahren ein paar Favoriten herausgehoben.

Grade bei den derzeitigen Wetterverhältnissen und den recht matschigen Wegen möchte ich einige etwas näher vorstellen und meine Tipps dazugeben:

Top – Stirnbänder

Gut geschützt in der Rhön - Copyright: Hiking-Blog.deDie meisten kennen solche Multifunktionstücher sicher unter dem Begriff „Buff“, da die Marke mittlerweile sehr bekannt ist.

In den meisten Shops laufen sie jedoch unter dem Titel „Stirnband“, obwohl sie mehr als nur ein schnödes „Band“ sind. Es ist eher ein Schlauchtuch, welches durch die Länge von 45-50cm, universell eingesetzt werden kann. Ob als Schutz für die Ohren, als Halswärmer oder wie eine Art Mütze bzw. Kopftuch getragen.

Ich selber schätze es grade bei so windigemStirnbänder und Buffs Wetter, wie wir es derzeit haben. Aber auch im Sommer auf dem Monte Baldo oder im Winter beim Schneeschuhgehen.

Mittlerweile haben sich – wie sollte es bei einer Frau auch anders sein – einige dieser bunten Tücher bei mir angesammelt und eins davon ist immer in meinem Rucksack.

Da gibt es das Multifunktionstuch von Tchibo in Lila für um die 6,00 EUR, die karierte Polartec-Version von Buff für ca. 29,95 EUR, das Buff UV-Protection mit Coolmax (pinke Streifen) kostet 17,95 EUR, das Meru Kalahari Shawl in blau lediglich 9,95 EUR.

Winter & SommerAbgesehen von den Farben unterscheiden sich die Materialien. Das Tchibo und das Meru sind aus Polyamid und tragen sich angenehm, ohne ins Schwitzen zu geraten. Ebenso angenehm ist das Buff mit UV-Protection.

Das Polartec-Buff ist durch den Fleeceteil 25 cm länger als die anderen, war mir persönlich jedoch selbst im kalten Winter letzten Jahres einfach zu warm und löste eher Schweißausbrüche aus.

Die Tücher sind zwar nicht 100% winddicht, reichen aber, um das meiste davon abzuhalten und bringen so ein bisschen Farbe in den Wald 🙂

Flop – Vaude Basodino Hooded Jacket

Bisher habe ich nur gute Erfahrungen mit VaudeVaude Basodino Produkten gemacht. Ob mit der Sympatex-Jacke oder auch die Softshell Jacke, die ich vor langer Zeit bereits getestet habe. Also habe ich auch bei dieser Jacke zugeschlagen, zumal auch dieses Produkt mit Green-Shape ausgezeichnet wurde, somit also Umweltfreundlich & Nachhaltig ist.

Das Basodino Hooded Jacket hat darüber hinaus eigentlich auch alles, was ich mir von einer Zweitschicht-Jacke wünsche: innen kuschelig weich, eine Kapuze (auch wenn der Schnitt gewöhnungsbedürftig ist), ein Doppelreißverschluss, Brusttasche, hoch angesetzte Taschen mit Netzfutter für eine zusätzliche Belüftung und Daumenschlaufen. Dazu das glatte Material außen, welches sich angenehm trägt und atmungsaktiv ist. So weit, so gut.

Pilling nach einer TourAllerdings wurde das Obermaterial als robust beschrieben und das war es leider nicht. Nach der ersten Tour mit Tagesrucksack gab es bereits deutliches Pilling an Schulter und Hüften.

Vaude hat hier ein eigenes Material eingesetzt und nicht – wie ich es von anderen Marken her kenne – das Polartec Power Stretch, welches wohl deutlich robuster ist, wie ein 3-jähriger Dauertest von Sven in diesem Artikel zeigt.

Natürlich mindert das Pilling der Jacke nicht die guten Eigenschaften von Atmungsaktivität oder Tragekomfort, ich persönlich hätte für einen Preis von 100,00 EUR allerdings mehr Qualität erwartet.

Top – Gamaschen

Zugegeben, es sieht sicher ein wenig „overdressed“Black Diamond GTX FrontPoint aus, wenn man im Mittelgebirge mit solchen Teilen unterwegs ist. Die Wegeverhältnisse sind derzeit jedoch zum Teil so matschig, dass man schnell auch die Vorteile dieser „Beinschoner“ kennenlernt.

Ich selber habe mir fürs Schneeschuhgehen vor über einem Jahr welche aus Gore-Tex gekauft. Die lagen so um die 50,00 EUR, wobei mir der große Schriftzug persönlich ein wenig „too much“ ist. Dafür liegen sie schön eng an und in Kombination mit Gore-Tex Schuhen wurden sie bei mir quasi zu einem „Gummistiefel 2.0“ 😉

Bei Matsch...Gamaschen schützen aber nicht nur vor Wasser, sondern auch vor dem Matsch, der an den Hosenbeinen hängen bleibt.

Nach der Wanderung sind diese schnell gesäubert und die Hose kann noch ein weiteres Mal angezogen werden (spart Wasser & Stromkosten).

Selbst bei einer Einkehr in ein Lokal – während oder am Ende einer Wanderung – sind sie ratzfatz vor der Tür ausgezogen und die Schuhe gesäubert.

Meine packe ich nach dem säubern in den... oder bei Schnee Kofferraum, damit ich sie immer dabei habe und je nach Wetterverhältnis beim Tourstart anziehen oder ggf. in den Rucksack stopfen kann.

Gamaschen für derlei Zwecke gibt es in verschiedenen Ausführungen und Preislagen. Eine wirklich informative Kaufberatung über Gamaschen gibt es bei Outdoor-Professionell, der noch ein wenig mehr auf die Unterschiede eingeht.

Welche Erfahrungen habt Ihr mit diesen oder ähnlichen Produkten gemacht? Freu mich über Eure Meinung.

Credits: Danke an Jens für das Foto von unserer Bloggerwanderung in der Rhön, welches super zum Thema Stirnband passte 😉
 

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Über Angelica Hocke

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22 Antworten zu Top & Flop: Equipment zum Wandern – Teil 3

  1. Michael Kinder schreibt:

    Aufgrund des sehr matschigen Winters, sozusagen ohne Schnee, habe ich mir für den täglichen Marsch durch den Wald mit meinem Vierbeiner Gamaschen zugelegt. Sehr preisgünstige von Decathlon. Ich möchte sie nicht mehr missen. Sie schützen die Hosenbeine vor Matsch und Nässe.
    Aber noch viel mehr möchte ich meinen Filzhut nicht mehr missen. Er hält bei Sturm und schützt vor Regen. Er kann in den Rucksack gestopft werden und sieht immer aus wie neu.

    • Angelica Hocke schreibt:

      Ohne Schnee müssen wir diesen Winter wohl leben müssen, daher sind die Dinger wirklich praktisch. Man kann ja nicht überall den Matschstellen ausweichen 😉
      So ein Filzhut ist ja auch seit langem bewährt, jedoch wohl eher was für Männer. Wusste allerdings nicht, das die so unempfindlich sind (in den Rucksack stopfen).

  2. Michelle Klemke schreibt:

    Gamaschen fand ich nicht so praktisch, aber vielleicht hatte ich auch die falschen, die lagen nicht sehr gut an und bei jedem Schritt raschelte es an den Knöcheln.
    Dann bin ich einfach auf Stulpen umgestiegen. Die sind zwar nicht wasserdicht, aber zumindet schützen sie die Hosenbeine vor Dreck, das war mein Hauptziel. Die gibts auch schon für ein paar Euros.
    Für die Hunderunden bei so richtig schmodderigen Wetter, trage ich die Aigle Parcours 2, die kommen einem guten Schuh in Sachen Laufkomfort wirklich sehr nahe!

    • Angelica Hocke schreibt:

      Ich denke, sie sollten schon gut sitzen. Sonst spart man an der falschen Stelle.
      Stulpen ist natürlich auch ein super Trick und da lässt sich farblich auch ne Menge machen 😉

  3. Viviane schreibt:

    Nachdem Du mich vor ein paar Wochen darauf gebracht hast, benutze ich nun auch immer Gamaschen. Meine sind so ähnlich wie Deine, waren etwas preisgünstiger – dafür fehlt auch die Schlaufe für den Riemen. Die schlackern jetzt rum (selbst meine näherprobte Mutter traut sich nicht, die abzuschneiden, und umnähen schafft ihre Nähmaschine nicht, Gummi), aber ich habe mich daran gewöhnt. Mein Freund benutzt die Klettbänder zum Radfahren, das ist zwar nicht ganz so effektiv, die Hose schlabbert aber nicht mehr so rum und bleibt auch deutlich sauberer.
    So ein Stirnband hatte ich mir erstmalig im Herbst zugelegt. Und kaum getragen – denn mein Freund fand es superpraktisch. Also habe ich mir jetzt eins in pink gekauft, trage es vor allem als Halstuch, weil mir Schals diesen Winter beim Wandern zu warm sind. Habe es aber auch vergangenes Wochenende gegen den Wind über den Ohren getragen. Und brauche auch unbedingt noch andere Farben 🙂
    Nicht, dass ich diesen Winter oft Handschuhe bräuchte, aber für die paar Mal: Ich habe mir auf einem Weihnachtsmarkt so Pulswärmer (natürlich mit pink…) mit Daumenansatz gekauft, die verdecken dann noch die Handfläche. Strick mit Fleece Innen, die Finger frei für die Geräte – für mich top. Nur an das Tragen mit Stock muss man sich etwas gewöhnen.
    Viele Grüße, Viviane

    • Angelica Hocke schreibt:

      Der Tipp mit den Pulswärmern ist auch gut, auch wenn ich selber (da ich mittlerweile beim Kauf drauf achte) nur noch Pullis oder Fleecejacken mit Daumenloch habe, die denselben Zweck erfüllen.
      Ich find den Austausch hier klasse und hab heut auch wieder dazugelernt 🙂
      Danke daher auch an Dich und viele Grüße
      Angelica

  4. Helmut schreibt:

    Ein guter Tipp speziell für diesen schneearmen Winter mit viel Matsch sind die „Gummistiefel 2.0“ Werde mal nach Gamaschen schauen. Übrigens achte ich bei Fleecejacken immer darauf, dass sie das Daumenloch haben.

    • Angelica Hocke schreibt:

      Schau nur, das die Gamaschen gut anliegen. Dann kommt auch nix durch. Sicher nicht geeignet um stundenlang durch wadenhohes Wasser zu stiefeln (so was gibt es zwar und nennt sich River-Trekking, da haste jedoch von Anfang an nasse Füße 😉 ), aber im Hohen Venn bin ich schon ein paar Mal eingesunken und war froh, das ich trockene Füße behalten habe 🙂

  5. Knut Ludwig schreibt:

    Möchte mich der Meinung von Michael bezüglich des Filzhutes anschliessen. Bei einen richtigen Regentag nichts besseres und im Winter ja auch mit einem „Buff“ kombinierbar. Die Brille bleibt trocken und es läuft auch nichts in den Nacken und er lässt sich wirklich gut in den Rucksack „stopfen“.
    Gamaschen bei Regenwetter unterm Ponscho und dann durch hohes Gras-einwandfrei. Habe drei Paar davon,eines sogar noch von der Schweizer Armee aus Wollfilz. Atmungsactive,hält warm und man schwitzt da auch nicht drin. Necativ ist bei den Beiden nur das Gewicht.
    Bei einer Wanderung durch den Ruppertsklamm kam uns sogar eine Wanderin mit einem „billig Modell“ entgegen-Klarsichtfolie um die Waden gewickelt. 🙂

    • Angelica Hocke schreibt:

      Filz ist halt auch ein Naturprodukt, aber wie man sieht, kann auch ne „Folie“ reichen. Wobei man dann zwar von außen vor Nässe & Dreck geschützt ist, sich darunter vermutlich totschwitzt… 😉

  6. Martina Barth schreibt:

    Vielen Dank für die vielen tollen Tipps, zu einem Multifunktionstuch konnte ich mich noch nicht durchringen, aber auch mir ist ein schal zum Laufen oft zu warm!

  7. Also bei Gamaschen bin ich noch nicht ganz entschieden ob ich sie nun mag oder nicht. Zum einen finde ich den extra Schutz gut (obwohl das meine Hose auch aushält) zum anderen komme ich irgendwie ins schwitzen mit den Dingern, vielleicht liegt das auch an der Qualität des Produktes (wahrscheinlich da ich günstige habe) oder prinzipiell an mir 🙂
    Ein buff ist bei mir auch nicht mehr wegzudenken.
    LG Felix

    • Angelica Hocke schreibt:

      Geschwitzt hab ich in den Gamaschen bisher nicht. Kommt aber auch sicher auf die Kombi: welche Hose mit welchen Gamaschen kombiniert an.
      Was den Schmutz angeht gibt es ja Wanderer, die nach der Tour genauso sauber aussehen wie vorher und dann gibt es kleine Dreckspatzen, wie ich das bin. Ich kann machen was ich will, bei mir krabbelt der Matsch immer in Richtung Knie. Wir haben bei einer Bloggertour mal überlegt, ob es am Gehstil liegen kann, sind aber nicht wirklich zu einem Ergebnis gekommen 😉

  8. julia schreibt:

    Hallo, danke für diese grandiosen Tipps. Ich werde sie mir zu Herzen nehmen wenn wir das Nächste Mal los ziehen. Danke!
    Viele liebe Grüße
    Julia

  9. Pingback: Wandern im Winter – Tipps & Tricks | WandernBonn.de

  10. Pingback: Top & Flop: Equipment zum Wandern – Teil 4 | WandernBonn.de

  11. Harald schreibt:

    Hallo Angelica, Du trägst auf einem Deiner Bilder ein Bergans Fleece mit Kaputze (vermutlich das Hareid Jacket…) bist Du mit dem Teul zufrieden (Pflegeleicht, rucksacktauglich)…habe die Möglichkeit gute Sachen von Bergans extrem Günstig zu bekommen und lese deshalb viele Rezessionen um nicht einen Flopp einzukaufen…
    danke für die Info im Voraus
    Grüsse aus Österreich
    Harald

    P.s.: Bin schon vor langer Zeit über Deinen Kanal gestolpert und habe gerade Deine Ausrüstungs Reviews intressiert verfolgt…Die Gründe warum Du kaum mehr postest kenn ich (hab den Beitrag gelesen)…

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