Montane Shirts unter der Lupe: Bionic und Sonic

Anfang März war ich doch etwas zu optimistisch was das Wetter angeht, als ich mir bei Daniel die beiden T-Shirts von Montane für einen Test ausgesucht habe. Denn um einen vernünftigen Eindruck zu bekommen brauchte ich eins: Temperaturen über 20°Grad.

So hat es also ein wenig gedauert bis ich zu einem sachlichen Ergebnis kommen konnte. Aber zunächst möchte ich die beiden getesteten Shirts kurz vorstellen:

Montane Bionic T-Shirt (lila)

Das Montane Bionic Shirt besteht ausMontane Bionic MERINO Perform ™ Lightweight Grid, einer Mischung aus 23% Merino und 77% Polyester.

Die Kombination aus Natur- und Kunstfaser verbindet so insbesondere die Vorteile von Merino, welches unangenehmer Geruchsbildung entgegen wirkt.

Der Anteil der Kunstfaser unterstützt die Abriebfestigkeit und lässt das Shirt schneller trocknen. Durch die waffelartige und strukturierte Oberfläche wird die Isolation verbessert und Luft kann so besser zirkulieren. Der Materialmix besitzt sogar einen Sonnenschutzfaktor von 40+.

Montane Sonic T-Shirt (grau)

Montane SonicDas Montane Sonic besteht aus Dryactiv Express und sorgt für optimalen Feuchtigkeitstransport. Der Anteil an Polygenen sorgt dafür, dass es nach schweißtreibenden Aktivitäten nicht so stark riecht.

Das Shirt hat eine fast seidige und angenehm glatte Oberfläche und unterhalb der Achseln und an den Seiten eine luftdurchlässige Struktur.

Im Nacken und an den Ärmeln befinden sich je Seite jeweils Reflektoren, die im Dunkeln leuchten. Zudem ist das Shirt bluesign zertifiziert und hat einen Sonnenschutzfaktor von 50+, in den Seitenbereichen von 25+ .

Trocknet schnell

Beide Shirts sind körpernah geschnitten  ohne einzuengen und zeichnen sich durch versetzte Flatlocknähte aus.

Gewichtsmäßig tut sich bei beiden T-Shirts nicht viel. Die englische Firma Montane ist ja bekannt für seine hochwertigen und vor allem leichten Produkte. Das Bionic bringt in Größe S nur 89g auf die Waage, das Sonic 93g.

Erster Eindruck

Waffelstruktur BionicDas Bionic Shirt fühlt sich durch die etwas grobe Struktur nicht ganz so angenehm an wie das Sonic.

Ein kratzen ist beim tragen jedoch nicht zu spüren. Der Schnitt beider Shirts ist angenehm locker und die versetzten Flachnähte verhindern Scheuerstellen wenn ein Rucksack aufliegt.

Oberfläche Sonic und Struktur Achsel- und SeitenbereichDas graue Sonic ist angenehm dehnbar und fühlt sich insgesamt besser an.

Die Arme sind an beiden Shirts weit genug und auch der runde Halsausschnitt engt nicht ein.

Im Test:

Auch wenn die Temperaturen zunächst nicht T-Shirt tauglich waren, habe ich sie einfach als Baselayer unter einem Langarmshirt oder Fleece getragen um einen ersten Eindruck zu bekommen. Im April in der Pfalz, bei Joggingrunden zwischendurch und einigen Wanderungen in den letzten Wochen konnten sie dann auch bei Temperaturen von bis zu 27 Grad zeigen, ob sie auch halten, was die Materialien versprechen.

MERINOperform

Der Merinoanteil im Sonic ist zu spüren. Jedoch nicht im Sinne von kratzen, sondern weil es durch den Materialmix auch nach einem schweißtreibenden Anstieg relativ schnell trocknet und kein klammes Gefühl im Rückenbereich hinterlässt.

Allerdings ist das Material recht empfindlich. Zwar zeigt es bis dato keine Abnutzungserscheinungen vom Rucksack, aber den Kontakt mit einer rauen Bank oder Gestrüpp sollte man meiden, da dies zwar nur sehr kleine, aber immerhin Spuren in Form von gezogenen Schlaufen hinterlassen hat.

DRYACTIVE expressDas graue Bionic ist trotz des glatten Materials etwas robuster, was ich vorher nicht unbedingt erwartet hätte.

Selbst bei 27 Grad wurde mir in keinem der Shirts zu warm, selbst wenn mit schwerem Gepäck mal ein steiler Anstieg zu meistern war. Kein klammes Gefühl in den Achseln oder im Nierenbereich. Auch beim laufen bestätigte sich dieser Eindruck.

Insbesondere an sonnigen Tagen schätze ich es, wenn die Schultern bedeckt sind und so vor Sonnenbrand schützen. Der rundeIm Einsatz Halsausschnitt bedeckt das empfindliche Dekolleté ausreichend.

Um einen Eindruck von dem Geruchsfaktor zu bekommen, habe ich beide T-Shirts jeweils bei zwei Touren bzw. Joggingrunden getragen ohne sie zwischendurch zu waschen.

Sobald das Bionic (Merino) getrocknet ist, lässt sich ein Geruch kaum wahrnehmen und besteht auch noch einen dritten Einsatz. Das Sonic überzeugt ebenfalls 2 Tage, kann danach allerdings in die Wäsche. Natürlich ist ein solcher Test subjektiv und von Person zu Person unterschiedlich. Immerhin können beide Shirts bei 40° gewaschen werden.

Mein Fazit:

Im direkten Vergleich und auch wenn ichMontane Bionic mittlerweile ein totaler Merinofan bin, würde ich das Sonic vorziehen.

Da ich für Fotos oft auch mal im Gebüsch herum krabbel, ist das Bionic für mich persönlich zu empfindlich. Preislich schlägt es mit 49,90 EUR zu buche.

Das Sonic ist immerhin für 39,90 EUR zu bekommen.

Montane SonicIn der Atmungsaktivität tun sich beide nix, beim Geruchsfaktor liegt wiederum das rote Bionic vorne. Dennoch liegen beide preislich in einem akzeptablen Bereich.

Montane bietet nach meinen Erfahrungen bei beiden Modellen hervorragende T-Shirts die für alle schweißtreibenden Aktivitäten geeignet sind.

In der aktuellen Ausgabe des Wandermagazins wurden ebenfalls Funktionsshirts aus Kunst- und Naturfaser getestet, die preislich zwischen 29,99 bis 75,00 EUR liegen.

Die T-Shirts wurden mir für den Test freundlicherweise vom Outdoorshop  WalkOnTheWildSide in Bonn zur Verfügung gestellt. Für Männer gibt es dort übrigens eine etwas größere Auswahl an Farben und beide Versionen auch als Longsleeve.

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Über Angelica Hocke

Wandern | Bloggen | Outdoor | Reisen | In meinem Blog gibt es Berichte zu Touren mit und ohne GPS, Tipps zu Equipment, Tourenplanung, News und allem rund ums Wandern in NRW & Rheinland-Pfalz ebenso Reiseberichte zu den schönsten Wanderregionen. Du findest mich auch auf Facebook, Google+ und bei Twitter
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2 Antworten zu Montane Shirts unter der Lupe: Bionic und Sonic

  1. Franka schreibt:

    Schöne Fotos von dir 🙂 Für unsere Miniwanderungen brauch ich keine Funktions-T-Shirts. Aber wenn man mit Übernachtung unterwegs ist und möglichst wenig mitschleppen will, dann ist es schon gut, wenn man nach einmal Wandertragen nicht waschen muss.
    LG, Franka

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