50% Zeit = 100% Genuss

Gestern habe ich es wieder getan: Mittags raus aus dem Büro und rein ins Wander-vergnügen.

Das Ahrtal liegt knapp 30 Min Fahrzeit von Bonn entfernt und bietet vielfältige Möglichkeiten zum Wandern. Daher war dies mein Ziel für die gestrige Tour. Mein Wunsch war eine kurze, knackige – ja fast alpine Tour – durch das Ahrtal.

Geplant hab ich diese Tour bereits einige Tage vorab und zwar online, indem ich mir sowohl die Wanderkarte Nr. 9 des Eifel-vereins „Das Ahrtal“ in Papierform als auch die OpenStreetMap auf der Webseite von GPSies aufgerufen habe und einen Rundweg von Kreuzberg aus geplant hab. Mein Wunsch war einerseits viel hoch und runter, u.a. den Ditschhardt hoch (das ist der Berg in Altenahr, zu welchem die Seilbahn hochfährt) und ich wollte nochmal den Wanderweg 7 (ein schmaler Felspfad) am schwarzen Kreuz und dem Teufelsloch vorbei gehen, zum Abschluß zum Hornberg hoch (bei klarer Sicht kann man von dort sogar bis zum Drachenfels sehen), und natürlich möglichst viele Singletrails statt breiter Wege.

Auf der OpenStreetMap erkennt man die schmalen Pfade an den fein gestrichelten schwarzen Linien 😉 Die normalen Wanderwege sind bei OSM meist braun-gestrichelt. In der Planung sah das ganze schonmal sehr gut aus, die Streckenlänge mit 9,5 km passte perfekt für eine Nach-mittagstour und auch die knapp 500hm entsprachen meinem Wunsch nach einer sportlichen Tour.

Der Vorteil bei der Onlineplanung ist, dass ich sowohl die Streckenlänge als auch die Höhenmeter direkt sehe. So lässt sich eine Tour – grade jetzt im Herbst, wo es doch früh dunkel wird – vorab ganz gut planen und die Dauer besser einschätzen.

Jetzt hab ich eigentlich schon wieder viel zu viel erzählt und erklärt… eigentlich will ich ja auf was ganz anderes hinaus: und zwar möchte ich Mut machen. Mut dazu, einfach auch mal in der Woche loszuziehen, dann auch mal allein unterwegs zu sein und die ganze Stimmung in sich aufnehmen und genießen. Wer es kann, sollte sich in der Woche mal einen halben Tag frei nehmen, Überstunden abfeiern, Zeitausgleich nehmen. Der Genuss ist jedenfalls einmalig.

Der Vorteil in der Woche ist nicht nur, das man meist stundenlang allein unterwegs ist, sondern so ein „Halbtagsurlaub“ die Woche ungemein verkürzt. Wer darüber hinaus noch kurzfristig planen kann, erhöht seine Chancen auf einen „Schönwettertag“ nochmal um ein vielfaches.

Ein solcher Tag wie gestern: leicht frostig und trocken, dazu ein strahlend blauer Himmel, den Blick über das Ahrtal, Burg Are, die felsige Engelsley. Neue Wege gehen, alte Pfade erklimmen, wie den schmalen Felspfad zum Teufelsloch hoch. Zum Abschluss der Tour der Blick vom Hornberg über die zurückgelegte Strecke und das große, felsige Tal der Ahr, und am Ende des Tages – kurz vor Sonnenuntergang – zieht ein leichter Abendnebel über die Berge und taucht das ganze in ein wunderschönes Licht… *hach*

Also…. ich hoffe Ihr habt den Urlaubsantrag schon in der linken und den Rucksack in der rechten Hand und wünsche ganz viel Spaß beim „Halbtagsurlauben“ und Genießen 🙂

Hier die GPS-Daten zu der 3-stündigen Tour


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Über Angelica Hocke

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5 Antworten zu 50% Zeit = 100% Genuss

  1. Pingback: Auf verborgenen Pfaden rund um Altenahr | WandernBonn

  2. jan schreibt:

    vielen dank dir! eine tolle tour wir waren zu acht dort … klasse route! klasse leute! un ne super aussicht!….. nur der tee (ohne keks) zum abschluss hat 3,8 euro gekostet –> das cafe am bahnhofsparkplatz 🙂 so teuer haben wir auch noch nie tee getrunken 😉
    liebe grüße un dank
    jan & co

  3. Jacob schreibt:

    Ich habe die Tour letzte Woche gemacht. Es war sehr schön und schweisstreibend, wie versprochen. Das werde ich auf jeden Fall wiederholen, evtl. bei gemässigten Temperaturen.
    Als Zusatztipp würde ich noch mitgeben, diese Tour nicht an einem Wochenende zu machen. Der ständige Ohrenbetäubende Lärm durch die vielen Motorradgruppen hat das Naturerlebnis doch sehr getrübt.

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