Der RheinBurgenWeg

Der RheinBurgenWeg führt linksrheinisch über 200km von Rolandsbogen bei Bonn bis nach Bingen am Rhein. Im September 2010 hat dieser das Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ erhalten.

Er ist gut ausgeschildert und führt über verschiedene Wegstrecken, meist nah am Rhein entlang mit herrlichen Aussichten auf den Rhein und insbesondere auf zahlreiche Burgen (23 links- und 30 rechtsrheinisch) entlang des Unteren und Oberen Mittelrheintals.

Rolandsbogen

Rolandsbogen

Ich selbst bin bisher u.a. die Streckenführung von Bonn bis Andernach in 3 Etappen gegangen. Um zum Startpunkt am Rolandsbogen zu kommen habe ich von Bad Godesberg Heiderhof den Rheinhöhenweg als Zuweg gewählt. Dieser hat mich innerhalb von 45 Minuten über freies Feld und durch Wald bis zum Rodderberg und dem Rolandsbogen geführt. Von dort genießt man meiner Meinung nach eine der schönsten Aussichten auf das Siebengebirge.

Die Streckenführung wechselt von teils breiteren Wegen auch zu Pfaden oder gar Steigen, auf denen auch hin- und wieder gekraxelt werden muss und Trittsicherheit gefragt ist.

Der RheinBurgenWeg ist nicht so überlaufen wie der Rheinsteig. Selbst an den letzten beiden Samstagen – an denen ich die beiden Etappen zwischen Oberwinter und Andernach gegangen bin – trifft man kaum auf andere Wanderer und kann die herrliche Ruhe genießen und einfach mal abschalten.

Wegemarkierung

Wegemarkierung

Die Wegeführung führt einen teilweise auch in Schleifen oder vermeintlichen Umwegen, wo man zunächst auf der Karte denkt „Warum gehts denn nicht dort lang, das wär doch kürzer“, aber dann führt der Weg an einem Feld vorbei, von wo man z.B. die Burg Ölbrück erblicken kann.

Zwischen Bad-Breisig und Namedy könnte man auch den Namen „RheinBurgenSteig“ nehmen, denn hier geht es die ersten 6km fast nur über Single- und Felspfade mit wunderschönen Aussichtspunkten.

Apolinariskirche Remagen

Apolinariskirche Remagen

Die Zuwege sind gut ausgeschildert und die Etappenlängen liegen zwischen 13 und 19km. Wobei die Zuwege dann noch dazugerechnet werden müssen. Bei der Etappe Bad-Breisig nach Andernach kamen so von Bahnhof zu Bahnhof insgesamt knapp 23km zusammen obwohl die Etappenlänge bei 19km liegt. Diese Etappe hat insgesamt auch viele Höhenmeter. Wem das zu lang ist, der kann in dem Fall nur bis Namedy gehen und spart so gut 7km. Grade der Zuweg von Andernach bis zur Wegstrecke – die oberhalb auf den Feldern liegt – sind 2,5km durch den Ort. Wobei hier versucht wurde den Zuweg oft über kleine – sogar begrünte Pfade – entlang der Häuser und Gassen entlangzuführen. Aber letzendlich zieht sich das letzte Stück ganz gut.

Wer nicht mit GPS oder Karte unterwegs ist, dem möchte ich folgendes Buch empfehlen: RheinBurgenWeg mit Rheinsteig-Rundtouren (Auflage September 2010).

Informationen zu aktuellem Wegemanagement gibt es auch immer auf der Webseite des RheinBurgenWegs.

Spektakulär ist natürlich der Oelsbergsteig im Mittelrheintal von Oberwesel bis St. Goar, den ich in einer separaten Tour auch schon gegangen bin. Den RheinBurgenWeg werde ich in Etappen sicher irgendwann komplettieren. Knapp 1/3 hab ich ja schon geschafft 😉

Wer die Strecken als GPS Daten in verschiedenen Formaten incl. Zuwege vom Bahnhof haben möchte findet meine aufgezeichneten Daten incl. vieler weiterer Bilder und Hinweise zu Strecke hier: GPS Daten Etappen RheinBurgenWeg incl. Zuwege Bahnhof

So kann ich nur viel Spaß bei der Erkundung des RheinBurgenWegs wünschen und lass noch ein paar Eindrücke für sich sprechen:

Schloss Arenfels oberhalb von Bad HönningenBlick von Bad Breisig auf das SiebengebirgeBlick von Brohl Lützing auf Burg Rheineck

Blick von Brohl Richtung Südenschmale PfadeSchloss Brohleck

WegemarkierungSiebengebirgsblick oberhalb von NamedyFeldwege nach Andernach

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Über Angelica Hocke

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7 Antworten zu Der RheinBurgenWeg

  1. pwinninger schreibt:

    Ja, doch: Der RheinBurgenWeg ist interessant. Ich finde nur, dass gerade die erste Etappe (die ich mir zum kennenlernen ausgesucht hatte), ein bisschen mehr Rhein (und vielleicht auch eine Burg) vertragen könnte. Obwohl der Abschluss der Tour – Blick auf die Apollinariskirche – dann doch ein bisschen entschädigt.

  2. wanderkerl schreibt:

    Hallo Angelica,
    ich möchte mit meiner Frau im nächsten Jahr diesen Weg kennenlernen.
    Es soll eine mehrtägige Tour werden.
    Welche Zeit / Jahreszeit kannst du für diesen Weg empfehlen?

    Liebe Grüße aus dem Ruhrpott und danke für diesen wundervollen Wanderblog!

    Uwe

    • Angelica Hocke schreibt:

      Hallo Uwe
      Gut, im Winter würde ich die Wanderung jetzt nicht unbedingt machen.
      Im Frühsommer oder Herbst sicher eine schöne Jahreszeit dafür.
      Welche Etappen habt Ihr Euch denn vorgenommen?
      Danke fürs Lob und viele Grüße
      Angelica

  3. wanderkerl schreibt:

    Hallo Angelica,
    erstmal Danke für den Tip.
    Fest geplant haben wir noch nicht, aber nach recherche auf deinem Blog und weiteren Seiten im Netz, tendiere ich gerade für den zweiten Teil.
    Also eher Koblenz bis Bingen.
    Was wäre deine Empfehlung?
    Oder besser … welches Teilstück gefällt dir am Besten?
    Liebe Grüße
    Uwe

    • Angelica Hocke schreibt:

      Hallo Uwe
      Ich selber kenne bisher zwar nur den Teil zwischen Bad Salzig und St. Goar https://wandernbonn.de/2013/05/19/rheinburgenweg-zwischen-bad-salzig-und-st-goar/
      als auch die nächste Etappe von St. Goar nach Oberwesel https://wandernbonn.de/2013/08/18/alpines-flair-im-mittelrheintal-oelsbergsteig-rabenacksteig/
      Das Obere Mittelrheintal finde ich landschaftlich dann schon etwas spektakulärer als hier im ersten Bereich ab Bonn.
      Von daher liegst Du mit Deiner Tendenz schon ganz richtig!
      Ganz liebe Grüße
      Angelica

      • Rainer Motte schreibt:

        Ich bin den Rheinburgenweg von Winningen bis Bingen gegangen. Tatsächlich sind die von Dir ausgewählten Etappen die schönsten. Die weiter südlichen sind aber kaum weniger lohnenswert. Sollte man auf jeden Fall machen! Für Trechtingshausen-Bacharach empfehle ich ausnahmsweise die Gehrichtung rheinabwärts, weil man dann die richtig schönen Ausblicke vor sich hat. Von dieser Etappe gibt es übrigens 2 Varianten, von denen ich die längere (zunächst durch das Morgenbachtal) gewählt habe. Die nördlicheren Etappen von Winningen bis zu den bekannten Aussichtspunkten auf die Rheinschleife bei Boppard (Vierseenblick, Gedeonseck) kann man meiner Meinung nach gut weglassen, ohne Wesentliches zu versäumen. Da sind leider sehr viele nicht enden wollende „Waldautobahnen“ dabei.

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