Meine Lowa´s

Ich liebe sie… meine Lowa´s. Schwarz, stark und einfach nur toll.

Gekauft habe ich sie Ende Mai in einem der größten Outdoorläden in Köln (ein wahrhafter Erlebnispark mit Tauchbecken und Klettermöglichkeiten) bei Globetrotter.

Mein Wunsch waren ein paar Schuhe zum wandern, halbhoch, am liebsten in schwarz und preislich unter 180,00 EUR.

Mir wurden einige Modelle gezeigt und in der engeren Auswahl blieben ein paar Hanwag Canyon Lady II und die Lowa Renegade GTX Mid Ws in der Version „Task Force“. Diese waren halt schwarz, im Gegensatz zu den Hanwags, die zwar eine Lederfütterung hatten, es aber nur in dunklem Braun gab.

Beide haben mir gleich gut gepasst, was ich vor Ort auf schrägen Brettern, mit angedeuteten Felsen und Steinen probieren konnte.

Die Lowas haben eine Vibram Sohle, die sich zwar nicht wie bei den Hanwags nachbesohlen lässt, aber dafür eine Gore-Tex® Fütterung. Hat irgendwie alles seine Vor- und Nachteile. Nun denn, entschieden hab ich mit letzendlich für die Lowa´s mit Gore-Tex® und dem schwarzen Glattleder. Klar war es eher eine Entscheidung für die Farbe… Frau halt 😉

Die Schuhe hab ich am ersten Tag natürlich erstmal knapp 10km eingelaufen. Wobei man Gore-Tex Schuhe wohl nicht wirklich einlaufen kann. Dies ist bei Lederschuhen anders.

Hier ein interessanter Artikel dazu: Kaufberatung Schuhe – der gestiefelte Kunde und noch ein guter Artikel: Kaufberatung – Leichte Schuhe mit Funktion (hier kann man auch oben erwähnten Laden mit seiner riesigen Auswahl und ellenlangen Wand voller Schuhe sehen)

Mittlerweile habe ich in 3 Monaten knapp 400km und je 14.000 Höhenmeter hoch und runter und in diesen Schuhen zurückgelegt.

Ich war auf dem Rheinsteig, auf zahlreichen Traumpfaden und sie haben eine Woche im Chiemgau incl. Kampenwand und Geigelstein hinter sich.

Sicher schwitzt man in Gore-Tex® Schuhen mehr – insbesondere im Sommer. An heissen Tagen nutze ich kurze Pausen und ziehe sowohl Schuhe als auch Socken aus, entferne die Innensohle und lasse in der Sonne alles ein wenig trocknen.

In der Ferse könnten sie etwas fester sitzen, vor allem wenn es sehr steil bergauf geht.
Aber dafür gibt es einen guten Trick: einfach anders schnüren!
Auf dieser Seite ist das mit zahlreichen Bildern toll erklärt: Schuhe schnüren – die Tricks der Profis (einfach in der Galerie weiterklicken)

Das Glattleder lässt sich mit Sno-Seal wunderbar pflegen und schützen. Die 100gr Tube kostet um die 6,00 EUR. Dazu müssen die Schuhe zunächst gereinigt werden und sollten trocken sein. Dann am besten im vorgeheizten ausgeschalteten Backofen (oder mit einem Fön) erwärmen (nicht über 50°C erhitzen). Das Sno-Seal großzügig auftragen und einmassieren. Das warme Leder bringt das Sno-Seal zum schmelzen, so dass es tief in die Poren eindringen kann.

Gegebenenfalls nochmal mit dem Fön nachwärmen und soviel auftragen, wie das Leder aufsaugen kann. Überflüssiges Wachs mit einem Tuch entfernen und das Leder bürsten bis es glänzt. Ich hab diese Prozedur erst nach 2 Monaten gemacht und die Schuhe vorher immer nur feucht abgewischt oder abgebürstet, da sie vom Kauf schon eine Grundimprägnierung hatten. Man merkt dem Leder aber an, wenn es nach Pflege schreit 😉

Ich bin gespannt, wie lange mich die Schuhe noch begleiten werden. Wie es im Winter mit der Kälte oder dem Schnee wird und wie lange die Sohle hält. Aber da Frauen an sich ja nicht nur einen Taschentick sondern auch einen Hang für volle Schuhschränke haben, gehe ich sowieso davon aus, das sich zu diesem irgendwann auch noch ein anderes Paar dazugesellen wird 😉

In diesem Sinne: viel Spaß beim wandern in den passenden Schuhe.

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Über Angelica Hocke

Wandern | Bloggen | Outdoor | Reisen | In meinem Blog gibt es Berichte zu Touren mit und ohne GPS, Tipps zu Equipment, Tourenplanung, News und allem rund ums Wandern in NRW & Rheinland-Pfalz ebenso Reiseberichte zu den schönsten Wanderregionen. Du findest mich auch auf Facebook, Google+ und bei Twitter
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6 Antworten zu Meine Lowa´s

  1. Thomas schreibt:

    Hallo,
    sehr schöner Bericht und noch schönere Schuhe. 🙂 Sind diese nach deinen 1000 Wanderkilometern denn noch gut in Schuß oder hast du die schon durchgelaufen?
    Bei mir halten die meisten Wanderschuhe ca. 1000 km dann muss ich diese besohlen lassen oder neue kaufen.

    Grüße,
    Thomas

    • wandernbonn schreibt:

      Hallo Thomas
      Dank Dir. Das war einer meiner ersten Berichte.
      Mittlerweile habe ich ein weiteres Paar und zwar das im Artikel benannte Paar von Hanwag. Denn in den Lowas hab ich mir nach ca 500km Blasen gelaufen.
      Die Hanwags kann ich wenigstens nachbesohlen und so werde ich die Lowas lediglich noch für extrem nasse Touren nutzen (wegen dem Gore-Tex).
      Viele Grüße Angelica

  2. Thomas schreibt:

    Hallo Angelica,

    huch du hast aber schnell geantwortet :), habe ich gar nicht mitbekommen.
    Mit den Lowas bei denen die Sohlen nur geklebt sind kann ich mit meinem Geiwcht gar
    nicht weit laufen sonst gibts gleich Blasen, ich hatte dann gleich die Lowa Khumbus genommen. Fürs Großbe habe ich dann noch ein Paar Meindl.
    SInd die Hanwag auch bei langen Tagestouren (>20 km) brauchbar?

    Viele Grüße Thomas

    • wandernbonn schreibt:

      Hallo Thomas
      wir leben im mobilen Zeitalter von Smartphone und Co. Da geht das ganz flott 😉
      Die Hanwag sind wunderbar für lange Touren. Grad gestern wieder 22km.
      Die sind innen komplett aus chromfreiem Leder.
      Allerdings hab ich ja das Frauenmodell. Die Frauenmodelle verfügen meist über frauenspezifisch kürzere Leisten.
      Ich gehe aber davon aus, das die Herrenmodelle genauso gut und brauchbar sind.
      Probieren würde ich die allerdings immer vor Ort und dann auch ausgiebig testen. Wanderschuhe sind in meinen Augen nix für einen Onlinekauf.
      Flotte Grüße aus Bonn Angelica

  3. Thomas schreibt:

    Danke für die Info. Ich habe schon gesagt bekommen, dass der Grip bei den Schuhen klasse wäre. Wenn meine Lowa dieses Jahr durch sind werde ich auf Hanwag umsteigen (obwohl die Sohlen austauschbar sind, hat sich oberhalb das Futter durchgescheuert). Vielleicht sogar ein paar Zwiegenähte. Laut Marketing setzt Hanwag (Fenix) eher auf Umweltschutz.

    Ja den Kauf habe ich bisher auch immer so gehandhabt. Für einen nächsten Kauf werde ich aber noch 1000 km gehen müssen 🙂

    Walk-on Thomas

  4. Pingback: Im Dauereinsatz: die Hanwag Canyon II – 1 Jahr und 1.500 km später | WandernBonn

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